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Spukgeschichten wandern ab Trubschachen

8,7 Kilometer auf den Spuren des Emmentaler Mundartdichters Simon Gfeller

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Wegbeschreibung

Der Luft wäiht am Napf hinger ganz uf enen angeri Syten ume», schrieb der Emmentaler Mundartdichter Simon Gfeller im Oktober 1932. Was er damit meinte, wird auf der Wanderung von Trubschachen nach Trub über die Risisegg deutlich.

Nach einem gut dreiviertelstündigen Aufstieg zur Vorder Risisegg führt ein Strässchen ebenwegs über den Rücken des lang gezogenen Hügels. Bald erreicht man die Mittler Risisegg. In dem mächtigen Bauernhaus trieb in den Sech zigerjahren der Stauffenjutzi sein Unwesen. Der Knecht, der drei Frauen ermordet hatte, fand lange keine Ruhe und versetzte die Einwohner der Risisegg in Angst und Schrecken. Wer den Weg Richtung Altgfääl bei regnerischem Wetter unter die Schuhe nimmt, kann etwas von dem grusligen Gefühl nachempfinden: Die Hügel sind mit Nebel verhangen, das kleine Dorf Trub im Tal unten wirkt geheimnisvoll und verlassen, der kühle Wind weht über die Baum- und Tannenwipfel. An einem schönen Frühlingstag hingegen verschwindet das Unbehagen bald, auf dem Hügelzug wird es schnell warm und sonnig.

Nach drei viertel Stunden ist eine Rast im Ober-Altgfääl angesagt. Die Familie Zaugg, die mit dem Stauffenjutzi damals ebenfalls Bekanntschaft geschlossen hatte, betreibt hier von Mai bis Oktober eine Besenbeiz mit Feuerstelle. Die Wanderung führt anschliessend ein kleines Stück zurück, bevor der Abstieg über den Risiseggchnubel ansteht. Im Sandgrabe angekommen, verläuft der Weg entlang des Flüsschens Trueb bis ins Dorf Trub.

Rémy Kappeler

Wanderkarte & Wanderstationen

Trubschachen nach Trub: Wanderkarte

Wanderstationen von Trubschachen nach Trub

Nützliche Kontakt- und Transportinformationen

Ober-Altgfääl: Besenbeiz mit Feuerstelle (Selbstbedienung Getränke und Snacks)

Online-Fahrplan der SBB

Bitte beachten Sie, dass Abfahrts- und Öffnungszeiten sich seit Aufschalten des Wandertipps geändert haben können. Wir empfehlen Ihnen, diese vor Antritt der Wanderung zu überprüfen.

Wandertipp als PDF zum Ausdrucken

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