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von A.Vogel




Kalt – kälter – erkältet? Wieso?

Die grippalen Infekte, die wir als Erkältung bezeichnen, können uns zwar das ganze Jahr über erwischen, trotzdem plagen sie uns in der kalten Jahreszeit am häufigsten.

Wieviel die Erkältung tatsächlich mit den mehr oder weniger frostigen Aussentemperaturen zu tun hat – darüber streiten sich die Gelehrten.


Schon unsere Grossmütter sagten: «Wenn du mit nassen Haaren aus dem Haus gehst, musst du dich nicht wundern, wenn du dich erkältest!» Ein noch rabiaterer Spruch hiess: «Kind, zieh dich warm an, sonst holst du dir den Tod.»

Doch Nässe und Kälte allein machen noch längst keine Erkältung! Denn: wo kein Virus ist, ist auch kein Schnupfen.

Die Ursache für eine Erkältung ist nämlich grundsätzlich eine Infektion mit Viren!  Nomen est omen? Ob und wie niedrige Temperaturen die Erkrankung begünstigen, ist umstritten. Bis jetzt konnte in verschiedenen Experimenten nie ein Zusammenhang zwischen Kälte und Virusinfektion nachgewiesen werden.

Viele Wissenschaftler glauben daher nicht an einen Zusammenhang zwischen Winterwetter und Erkältung. Andere meinen, Kälte und Nässe hätten einen Einfluss auf die (dadurch schlechtere) Durchblutung, wieder andere behaupten, eisige Temperaturen würde vom Körper als Stress empfunden und der reagiere darauf mit der Ausschüttung von Stresshormonen, welche ihrerseits die Immunabwehr herabsetzten.

Einige Fachleute bemühen sogar den Einfluss psychischer Faktoren auf das Immunsystem und meinen, wer friere und das ganz schlimm finde, erkälte sich vielleicht tatsächlich schneller.

Der wohl einleuchtendste Grund, dass Erkältungen so oft gemeinsam mit Nässe und Kälte auftreten, ist wahrscheinlich der, dass wir uns bei kaltem öfter als bei warmem Wetter mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten und dadurch die Gefahr einer Virusübertragung steigt. 


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