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Gesundheits-Nachrichten im September 2008 A.Vogel

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Buchautorin Regula Zellweger: «Das laufende 'ich muss' im Kopf überprüfen und möglichst durch 'ich will' ersetzen.»
Innere Kündigung – und jetzt?

Auszug des Gespräches mit der dipl. Berufs- und Laufbahnberaterin, dipl. Psychologin und Buchautorin Regula Zellweger.
 
«Gesundheits-Nachrichten» (GN): Frau Zellweger, welches können bei einem selbst erste Warnzeichen einer drohenden inneren Kündigung sein?
Regula Zellweger (RZ): Unlust, morgens zur Arbeit zu gehen. Resignation, sich nicht mehr dazugehörig fühlen. Inneres Ab-lehnen von Verantwortung und Gleichgültigkeit gegenüber dem Tagesgeschehen an der Arbeit. Keine Loyalität gegenüber Kolleginnen und Kollegen sowie dem Unternehmen. Opfermentalität.

GN: Wie soll man auf sie reagieren? 
RZ: Das laufende «ich muss» im Kopf überprüfen und möglichst durch «ich will» ersetzen. Verantwortung für die eigene Befindlichkeit übernehmen. Sich im Bereich der eigenen Stelle neue Verantwortungen und Herausforderungen suchen oder sich intern versetzen lassen.
Ich kann meinen Arbeitgeber, meinen Vorgesetzten nicht verändern, nur meine Einstellung und/oder mein Verhalten. Aufpassen, dass man sich nicht von Kolleginnen und Kollegen anstecken lässt, die motzen und jammern – sich Gesprächspartner suchen, die Freude an ihrer Arbeit haben.

GN: Gibt es weitere Möglichkeiten?
RZ: In der Freizeit Gegengewichte setzen, dafür sorgen, dass man da Wertschätzung bekommt. Herauskris-tallisieren, was belastend wirkt. Wenn es zwischenmenschliche Probleme sind, diese mit der richtigen Person ansprechen, Konflikte lösen. Es gibt aber auch unlösbare Probleme – dann ist es besser, wenn man die Stelle wechselt.
Das Leben ist zu kurz, um zu viel Zeit unglücklich zu verbringen – und wir verbringen meist viel Zeit am Arbeitsplatz. Bei Unter- oder Überforderung mit dem Vorgesetzten sprechen. Wenn alles nicht nützt, einen Stellenwechsel ins Auge fassen. Grundsätzlich sollte man bei beruflicher Unzufriedenheit eine Standortbestimmung vornehmen und die Laufbahn neu planen, eventuell mit einer professionellen Beratung.  

GN: Kann man der inneren Kündigung in irgendeiner Weise vorbeugen?
RZ: Ja. Dafür sorgen, dass man eine Stelle annimmt, bei der man weder über- noch unterfordert ist, Weiterbildungs- und -entwicklungsmöglichkeiten hat und in einem sozialen Umfeld arbeitet, in dem es einem wohl ist.
Wichtig ist auch, dass man nicht zu sehr vom Lob und der Wertschätzung durch andere abhängig ist. Bewusst Funktion und Person trennen – was betrifft wen? Mich als Mensch oder mich in dieser Funktion? Nicht emotional reagieren, wenn nicht die Person, sondern die Funktion, z.B. bei Kritik, gemeint ist.
 
GN: Worin unterscheiden sich eine innere Kündigung und ein Burnout-Syndrom?
RZ: (...)


Das vollständige Interview lesen Sie in der Ausgabe 9/2008 der «Gesundheits-Nachrichten».


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