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Unterwegs gesund essen


Keine Zeit, gesund zu essen? Das ist kein Argument. Wer ein paar Grundsätze beherzigt, kann sich auch unterwegs ausgewogen verpflegen. Und wird feststellen: Es tut nicht nur gut, sondern schmeckt auch lecker..

Auszug aus dem Artikel von Vera Sohmer

Zum Frühstück ein Schoggi-Gipfeli, hinuntergeschlungen zwischen Haustür und Bushaltestelle. Mittagspause? Fehlanzeige. Stattdessen wird am Schreibtisch ein pappiges Sandwich mit viel Mayonnaise verdrückt. Am Nachmittag dann: Heisshunger auf Süsses – also schnell zum Automaten, Schoko-Riegel ziehen. Und weil man nach dem anstrengenden Arbeitstag keine Lust hat, lange in der Küche zu stehen, schiebt man die tiefgefrorene Fertigpizza in den Ofen.

Ernährungs-Alltag
So oder ähnlich ernähren sich viele Berufstätige, die frühmorgens aus dem Haus müssen und abends erst spät wieder heimkommen. Was auf der Strecke bleibt, ist die gesunde Ernährung. Weil die Zeit fehlt. Weil es in der Kantine nur Fleischberge in dicklicher Sosse gibt. Weil sich der Appetit auf die Cervelat immer genau dann einstellt, wenn man auf dem Nachhauseweg an der Imbissbude vorbeikommt. Oder weil das Geschäftsessen mal wieder üppig und alkoholreich ausgefallen ist.
Das Ergebnis ist vielen bekannt: Die Mahlzeiten liegen steinschwer im Magen, und die Verdauung kommt seit Tagen nicht mehr richtig in Schwung.

Und was tut mir wirklich gut?
  • Dabei geht es auch anders. Tina Burkhard von der Zürcher Naturheilpraxis Tibuma empfiehlt, sich ein paar Fragen ehrlich zu beantworten:
  • Wie viel und was tut mir gut zu welcher Tageszeit? Wann fühle ich mich nach Mahlzeiten wie erschlagen? Wann stellen sich Blähungen ein?
  • Gibt es wirklich keinen besseren Ort, wo ich etwas zu essen bekomme? Gehe ich in die Kneipe um die Ecke nur deshalb, weil auch die Arbeitskollegen hingehen? Muss ich beim Businesslunch jedes Mal mit Wein anstossen? «Wir dürfen ruhig heikel sein, was die Qualität des Essens anbelangt», findet Tina Burkhard. Für sie sind qualitativ gute Mahlzeiten frisch zubereitet und aus biologischem Anbau.

Und wo bekomme ich das?
Fragt sich nur, wo es unterwegs derartige Verpflegung gibt? Inzwischen an mehr Orten, als man vielleicht denkt. Ida Hofstetter vom Verein für unabhängige Ernährungsberatung bevorzugt Bio-Läden. Viele bieten neben Vollkorn-Sandwiches oder Gemüseschnecken auch frisch zubereitete Salate oder Birchermüeslis zum Mitnehmen an. Vollwertige und vegetarische Mittagessen gibt es in Restaurants und Imbissen von den «Vier Linden» am Zürcher Hottingerplatz bis zu «Yardo» in St. Gallen, von «hin & veg!» in Hamburg bis «Vegelangelo» in München. (...)



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