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Teil 4 der Serie "Männergesundheit"A.Vogel






























Männer-Thema: DepressionA.Vogel
Teil 4 der Serie "Männergesundheit":


Männer-Thema: Depression


Depressionen kommen bei Männern ebenso häufig vor wie bei Frauen, werden aber seltener diagnostiziert und behandelt. Das liegt unter anderem daran, dass die Erkrankten oft nicht «weiblich-traurig», sondern «männlich-aggressiv» reagieren. Doch sie brauchen dringend Hilfe.



Auszug aus dem Artikel von Dr. Claudia Rawer in der Januar-Ausgabe 2012 der "A.Vogel Gesundheits-Nachrichten"


Als Andreas Weingart plötzlich ausrastete, staunten die Kollegen nicht schlecht. Der sonst eher ruhige Mann brüllte die völlig verschüchterte Mitarbeiterin an: So gehe das nicht weiter, ein Sauhaufen sei das hier, und wenn sie nicht bald spure, würde er sie persönlich zur Verantwortung ziehen. Kopfschütteln und gemurmelte Bemerkungen: Von dem immer korrekten Andreas hätte man ein so unerhörtes Verhalten nie erwartet.

Andreas’ Frau Carla hätte den Kollegen viel erzählen können. Zu Hause verhielt sich ihr Mann schon seit Wochen seltsam verändert. Er schimpfte über alles und jeden, bei jedem nichtigen Anlass brach er Streit mit ihr oder einem der Kinder vom Zaun.

Nichts konnte Carla ihm mehr recht machen – wenn er denn überhaupt nach Hause kam und sich nicht bis in den tiefen Abend hinein im Sportstudio austobte. Wenn sie – selten genug in letzter Zeit – Besuch hatten, verhielt er sich zwar meist so normal wie früher, doch kaum schloss sich die Tür hinter Freunden und Bekannten, zog er abwertend und gehässig über sie her.

Ein trauriger Rüpel
Andreas Weingart, so wurde leider erst nach einer längeren Leidenszeit festgestellt, litt unter einer Depression. Eine Depression ist eine schwere seelische Erkrankung, die mit tiefer Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit und Antriebslosigkeit einhergeht. Ein depressiver Mensch kann keine Freude mehr empfinden, keine Hoffnung, und er leidet oft schwer unter Schuldgefühlen, dem Gefühl, nichts wert und schon gar nicht liebenswert zu sein (s. a. GN 11/2007 und 12/2007).
Doch von all dem war bei Andreas Weingart wenig zu merken. Er ging mit seinem Zustand «typisch männlich» um: Die Anfänge der Erkrankung, so sagen Experten, zeigen sich bei Männern oft ganz anders als bei Frauen. Gereiztheit, Wutausbrüche, überkritisches Verhalten, die Tendenz, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben, sich-in-die-Arbeit-stürzen, mehr rauchen und Alkohol trinken, Flucht in den Sport – das sind Anzeichen, die bei Männern tatsächlich auf eine Depression hinweisen können. (...)

Weitere Themen des Artikels:
    • Wie es dazu kommt
    • Männer unter Druck
    • Plötzlich ist alles anders
    • Zehn Symptome
    • Was Angehörige tun können
    • Da sein und bleiben
    • Was Sie nicht tun sollten



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