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Gesundheits-Nachrichten im April A.Vogel
Ärger runterschlucken oder rauslassen – oder was sonst?


Mensch ärgere Dich nicht! Leichter gesagt als getan! Zumal derjenige, der sauer ist, stets das Gefühl hat, sein Ärger sei berechtigt. Doch wer sich wegen jeder Kleinigkeit aufregt, macht sich nicht nur das Leben schwer, er gefährdet auch seine Gesundheit.


Kennen Sie auch einen Autofahrer (eine Autofahrerin), der (die) wegen jeder Kleinigkeit aufbraust? Verdirbt es ihnen die Laune, wenn von sechs Tomaten in der Packung eine angefault ist? Fuchst es Sie, wenn die Arbeitskollegen Sie wegen eines Fehlers aufziehen? Kränkt es Sie, wenn der Partner Ihnen nicht hilft? Könnten Sie aus der Haut fahren, wenn Ihre Tochter unpünktlich zu Verabredungen mit Ihnen kommt? Macht es Sie wütend, wenn Ihnen der Bus vor der Nase wegfährt? (...)

Die Quellen des Ärgers sind unerschöpflich! Ein bis zwei Mal pro Woche ereilt er uns und hält durchschnittlich etwa eine Stunde an, so die Ergebnisse einer Studie. «Ärger zählt zu den Grundemotionen, er ist eine alltägliche Erfahrung», sagt die Greifswalder Psychologie-Professorin Hannelore Weber. Und er ist beileibe kein Waisenkind, er gehört zu einer ganzen Familie von Emotionen wie Frustration, Wut und Zorn – die Grenzen sind fliessend.

Was passiert im Körper?
Ärger entsteht im Gehirn, genauer im so genannten limbischen System, der Steuerungszentrale für das emotionale Verhalten. Als Teil des limbischen Systems spielt die Amygdala, ein mandelförmiges System von Nervenkernen, eine wesentliche Rolle bei der Bewertung  von Gefühlen, der Wiedererkennung von Situationen und der Analyse möglicher Gefahren: Sie schlägt Alarm, wenn uns jemand quer kommt. Unwillkürlich fährt der Körper sein Stressprogramm hoch: Schübe von Adrenalin und Noradrenalin, den hormonellen Treibstoffen der Erregung, lassen das Herz klopfen, den Puls unregelmässig werden und den Blutdruck in die Höhe schnellen. Gleichzeitig sorgen sie im Bereich der Haut für Gefässverengung und Temperaturerhöhung.

(...)

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