Saftfasten

Fastenkuren gibt es viele, aber kaum eine ist nach Ansicht von Ärzten, Naturheilkundigen und Patienten so bekömmlich und wenig beschwerlich wie das Saftfasten. Dem Gesunden hilft es, Giftstoffe auszuscheiden und damit den Körper zu entlasten. Dem Kranken dient es zusätzlich als Massnahme, um gesund zu werden. Denn wie schon Hippokrates sagte: «Je mehr ihr einen Kranken ernährt, desto mehr schadet ihr ihm.»

Viele Vitamine und Nährsalze

Es gibt ein ganz einfaches Mittel, um den Körper bei der heutigen Viel- und Fast-food-Esserei zu schonen und die erhöhte Zufuhr von Eiweissstoffen, Zellgiften oder Fett teilweise aufzufangen: einen Tag Saftfasten pro Woche.

Frucht- und Gemüsesäfte enthalten viele Vitamine und Nährsalze. Die Verdauungsorgane werden durch die flüssige Nahrung nicht belastet, ebensowenig die Leber, da sie weder durch Fette noch durch Eiweiss in Anspruch genomme wird. Vielmehr können sich Leber und Nieren an diesem Tag erholen, weil durch die reichliche Zufuhr von basenreichen Frucht- oder Gemüsesäften überschüssige Säuren (Harn- und Phosphorsäure) abgeführt werden.

Ausserdem ist das Saftfasten, das man natürlich auch über einen längeren Zeitraum unter ärztlicher Aufsicht durchführen kann, bei einigen Krankheiten regelrecht als therapeutische Massnahme angezeigt. Nur bei wenigen Krankheiten ist eine Fastenkur nicht zu empfehlen, wie zum Beispiel bei Tuberkulose oder Basedow.

So legen Sie einen Saftdiättag ein

Nehmen Sie zwischen einem halben und dreiviertel Liter Gemüse- oder Fruchtsaft langsam und schluckweise an ein oder zwei Tagen pro Woche zu sich, wobei Sie den Saft gut einspeicheln sollten. Darüberhinaus sollten Sie noch einen bis anderthalb Liter Tee über den Tag verteilt trinken. Den Saft können Sie auch bis maximal zur Hälfte mit kohlensäurefreiem Mineralwasser verdünnen. Wenn Ihnen das Saftfasten «sauer aufstösst», hilft ein Teelöffel Haferflocken, der das Sodbrennen neutralisiert.

Gemüse- und Fruchtsäfte sollte man nicht mischen, denn dies kann leicht zu Gärungen führen. Am günstigsten ist es, einen Saft ungemischt einzunehmen, man kann aber auch Gemüse- beziehungsweise Obstsäfte jeweils mit ihresgleichen kombinieren.

Nur hochwertiges und reifes Obst

Für Fruchtsäfte ist nur hochwertiges und reifes Obst zu verwenden. Vor dem Auspressen, Entsaften oder Mixen sollte man die Früchte waschen und gegebenenfalls schälen. Am besten trinken Sie die Säfte sofort nach dem Pressen. Je nach Jahreszeit können Sie Orangen- und Mandarinensaft, Grapefruitsaft, Beerensäfte, Traubensaft, Zwetschgen- und Pflaumensaft usw. verwenden. Beerensäfte lassen sich gut mit Pfirsich- oder Aprikosensaft mischen, Apfel- mit Birnensaft, Aprikosen- mit Orangensaft, Ihrer Kompositionsfreude sind keine Grenzen gesetzt.

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