Enuresis

Unwillkürliches Einnässen bei grösseren Kindern
und Erwachsenen

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Wenn die Windelentwöhnung nicht nach Plan läuft und sich auch noch grössere Kinder oder gar Erwachsene unwillkürlich Einnässen, spricht die Medizin von Enuresis.

Bett muss häufiger neu bezogen werden, wenn man Enuresis leidet

Babys können noch nicht kontrolliert Wasserlösen und tragen deshalb Windeln. Ihre Blase entleert sich reflexartig, entsprechend der angesammelten Urinmenge. Ab dem ersten Lebensjahr nehmen sie den Harndrang und die Ausscheidung bewusst wahr.

Mit zwei Jahren ist die körperliche Voraussetzung für die Sauberkeitserziehung gegeben. Kinder lernen durch Erziehung die Toilettengewohnheiten ihrer Bezugspersonen kennen und ahmen diese nach. Läuft diese Entwicklung nicht nach Plan spricht die Medizin von Enuresis.

Ab welchem Altern spricht man von Enuresis?

Die meisten Kinder sind so ungefähr nach dem dritten Lebensjahr sauber. Die Kontrolle der Blase ist zwar noch nicht perfekt und die Knirpse nässen gelegentlich beim intensiven Spielen oder unter Stress noch ein. Das ist ganz normal. Entleeren jedoch Kinder über fünf Jahre regelmässig ihre Blase unwillkürlich, sprechen die Fachleute von Enuresis.

Verschiedene Formen von Enuresis

Das Wort kommt aus dem Altgriechischen und heisst nichts anderes als Urin lassen. Bettnässer scheiden nachts während des Schlafes unwillkürlich aus. Das nennt man Enuresis nocturna. Noch belastender ist die Enuresis diurna, die ungewollte Blasenentleerung tagsüber. Beide Formen können gleichzeitig vorkommen und in seltenen Fällen sind sogar Erwachsene von dieser Miktionsstörung betroffen.

Ursachen und Therapieansätze

Die Ursachen der Enuresis sind nicht einfach zu klären und auszuschalten. Die Therapieansätze sind deshalb sehr unterschiedlich. Hilfreich ist in jedem Fall, dass die betroffenen Kinder und Erwachsenen wissen, dass das Einnässen ein Symptom ist und nicht etwa selbst verschuldet. Dadurch kann viel Scham vermieden werden, die zusätzlich belastet.

Medikation versus Verhaltenstherapie?

Medikamente, welche den Harn konzentrieren, so dass weniger Urin in die Blase gelangt, oder solche, die den Blasenschliessmuskel stärken, können die Häufigkeit des Einnässens vorübergehend vermindern.  Nur leider sind diese Mittel nicht immer ohne Nebenwirkungen. Nachhaltiger ist ein konsequentes Toilettentraining mit Hilfe eines Weckers. Unterstützend hilft ein Kräutertee aus Wermut, Johanniskraut und Schafgarbe, je eine Tasse am Nachmittag und vor dem Schlafengehen.

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