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Hausmittel gegen Halsschmerzen: Natürlich behandeln

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Halsschmerzen – in der nasskalten Jahreszeit nur allzu häufig. Gegen das in der Regel harmlose, aber schmerzhafte Kratzen im Hals stellt die Apotheke der Natur mehr als ein Hausmittel zur Verfügung.  

Bild: Fotolia / ajlatan

Banal, aber doch ziemlich unangenehm: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit, sind meist das erste Symptom eines grippalen Infektes. Dann spricht man von einer Rachenentzündung oder Pharyngitis, meist durch Viren hervorgerufen. Es gibt aber auch andere Erkrankungen, die mit Halsschmerzen einhergehen. Eine Kehlkopfentzündung oder Laryngitis kann ebenfalls durch einen viralen Infekt entstehen, aber auch durch eine Überbeanspruchung der Stimme – daher sind zum Beispiel Lehrerinnen und Sänger für diese Krankheit besonders empfänglich! Eine Mandelentzündung (Tonsillitis) oder Angina wird meist durch Bakterien verursacht. Man fühlt sich krank und schlapp, bekommt Fieber und Schluckbeschwerden, die benachbarten Lymphknoten sind geschwollen und bei Druck schmerzhaft. Die Symptome einer bakteriellen Kehlkopfdeckelentzündung oder Epiglottitis ähneln anfangs denen einer Rachenentzündung. Dann kommen hohes Fieber, plötzliche Heiserkeit und eventuell sogar Atemnot hinzu. Beim Auftreten solcher Symptome sollte man unbedingt zum Arzt gehen!


• Autorin: Dr. Claudia Rawer

Hausmittel: Die Natur kann helfen


Alle anderen Formen von Halsschmerzen können, sofern nicht hohes Fieber oder geschwollene Lymphknoten bzw. Mandeln damit einhergehen, gut selbst behandelt werden. Im Gegenteil – Halsschmerz ist ein Symptom, bei dem viel häufiger Antibiotika eingesetzt werden, als es nötig wäre. Denn in den meisten Fällen sind Viren, nicht Bakterien, die Ursache für Schmerzen und Schluckbeschwerden, eine Behandlung mit Antibiotika also weder notwendig noch wirksam. Steuert man gleich zu Beginn mit sanften Naturheilmitteln gegen, hat man gute Chancen, die Schmerzen zu lindern, den weiteren Erkältungsverlauf zu mildern – und am nächsten Morgen mit intakter Stimme aufzuwachen.


Alleskönner Sonnenhut


Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea), so weiss man aus neueren Forschungsergebnissen, wirkt direkt und in starkem Mass antiviral, zum Beispiel gegen Influenza- (Grippe-) und Herpesviren. Aber auch Bakterien nehmen vor dem Roten Sonnenhut Reissaus – unter anderem verschiedene Streptokokken, die als Erreger von Mandelentzündungen und Infektionen der Atemwege bekannt sind, oder das so genannte Friedländer-Bakterium (Klebsiella pneumoniae), das Infektionen der Harn- und Atemwege, Stirnhöhlen- und Lungenentzündungen verursachen kann. Der Rote Sonnenhut wirkt also gleichzeitig antiviral und antibakteriell.


Für ein starkes Immunsystem


Echinacea hemmt zudem die Ausschüttung entzündlicher Botenstoffe und wirkt damit der Entstehung von Erkältungssymptomen entgegen.

Auf das Immunssystem wirkt sie modulierend, das bedeutet, die Zellen unseres Abwehrsystems werden dazu angeregt, auf moderate und lang anhaltende Weise aktiv zu werden, sobald – und nur wenn – der Körper mit Erregern in Kontakt kommt.


Schmerzlindernder Salbei


Nicht umsonst ist im botanischen Namen des Salbeis,  Salvia, das lateinische Wort für heilen, «salvere», enthalten – schon im Altertum wurde er als Heilpflanze hoch geschätzt. Die Inhaltsstoffe der Salbeiblätter wirken bei der Bekämpfung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum ideal zusammen: Das ätherische Öl verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen, insbesondere dem Wirkstoff Salvin wird antibiotische Wirkung zugeschrieben. Die Ursolsäure des Salbeis hemmt Entzündungen, und Gerbstoffe ziehen die wunde Haut zusammen. Diese Substanzen reagieren mit Eiweissen der Schleimhaut und verändern deren Struktur. Dadurch können Mikroben nicht mehr so leicht eindringen und die entzündete Schleimhaut ist unempfindlicher. Und ihre ganz besondere Stärke hat die bitteraromatische Heilpflanze in der Schmerzlinderung.


… und ein Tröpfchen Pfefferminze


Bekanntermassen schmecken Sonnenhut und Salbei in konzentrierter Form bei aller Heilsamkeit doch recht bitter. Daher ergänzen einige Milligramm Pfefferminzöl die Wirkstoffzusammensetzung in verschiedenen Halsweh-Sprays, was ihnen einen angenehm frischen Geschmack verleiht. Die Kombination der drei Heilpflanzen führt meist zu einem spürbaren Sofort-Effekt – dem wunden Hals zuliebe.


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