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Vitamin C und Zink in der Schnupfenzeit?

Grippe und Erkältung

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Viele von Grippe und Erkältungen Betroffene greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin C und Zink. Dabei wirken das Vitamin und das Spurenelement nur indirekt auf das Immunsystem, indem sie die Fresszellen unterstützen oder Enzyme aktivieren. Erkältungen lassen sich damit nicht verhindern.

Für Vitamin C ist bekannt, dass es auf die Dauer und Schwere einer Erkältung keinen Einfluss hat, wenn es nach Ausbruch der Erkrankung eingenommen wird. Lediglich bei Personen mit extremer körperlicher Belastung wie Leistungssportler ist eine präventive bzw. therapierende Wirkung belegt. Auch auf die Dauer eines akuten Infekts hat Vitamin C keine Auswirkungen. Für ein funktionierendes Immunsystem ist natürliches Vitamin C jedoch unerlässlich, da es nicht nur die Bildung der Fresszellen unterstützt, welche Viren und Bakterien bekämpfen, sondern auch freie Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen) im Körper unschädlich macht.

Autor: Tino Richter, 12/16

 

Die höchsten Vitamin-C-Gehalte (je 100g) finden sich in:

  • Buschpflaume (Australien) 2300 - 3150 mg
  • Camu-Camu (Amazonas-Regenwald) 2000 - 2145 mg
  • Acerolakirsche (tropisches Südamerika) 1300 - 1700 mg
  • Hagebutte 1250 mg
  • Guave 275 - 300 mg (Südamerika, Asien)
  • Sanddornbeere 200 - 800mg

(Quelle: Wikipedia)

Zink hilft – ein wenig

Bei Zink ist eine positive Wirkung nur bei einer täglichen Zufuhr von mehr als 75 Milligramm nachgewiesen – was eine sehr hohe Dosis ist. Damit wird die Erkrankungsdauer durchschnittlich um ein bis zwei Tage verkürzt. Auf die Stärke der Symptome hat die Einnahme jedoch keinen Einfluss. Diesen Vorteil gilt es jedoch gegen die Nebenwirkungen, wie z.B. einen schlechten Geschmack im Mund sowie Übelkeit abzuwägen. Mit herkömmlichen Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel werden jedoch durchschnittlich nur 25 mg der Tagesdosis abgedeckt.
 
Hinzu kommt, dass mit der Zufuhr hoher Zinkmengen über einen längeren Zeitraum einen Kupfermangel zur Folge hat. Ein Kupfermangel kann die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen und stellt ein erhöhtes Risiko für Harnwegsinfekte dar. Für Jugendliche und Erwachsene wird eine tägliche Aufnahme von sieben bis zehn Milligramm Zink pro Tag empfohlen. Es wird in der Regel aus tierischen Lebensmitteln besser aufgenommen als aus pflanzlicher Kost. Es kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch und Innereien (Schweineleber) vor. Aber auch Käse und Eier sowie Hülsenfrüchte, Nüsse (Paranüsse) und Getreide (wie z.B. Haferflocken) sind gute Zinkquellen. Eiweisse (z.B. aus Hülsenfrüchten) und Vitamin C verbessern die Verwertbarkeit von Zink.

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