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Schlaganfall vorbeugen:
Risiken vermeiden

Teil 3 von 4 der Schlaganfall-Serie

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Um einem Schlaganfall vorzubeugen, ist vor allem eines wichtig: die Risikofaktoren zu vermeiden. Hier erfahren Sie, welches die Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind.

 

Bluthochdruck

An erster Stelle der Risikofaktoren steht der Bluthochdruck, der tückischerweise zunächst keine oder nur leichte Beschwerden auslöst. So wird er oft erst dann diagnostiziert, wenn die Gefässe bereits geschädigt sind und Atemnot, Schwindel, Enge in der Brust, Kopfschmerzen oder Ohrensausen eindeutig auf diese Erkrankung hindeuten. Folglich sollte jeder seinen Blutdruck regelmässig überprüfen lassen, auch wenn er früher eher unter zu niedrigem litt: Das kann sich infolge von Krankheiten, Arzneimitteln, veränderten Lebensgewohnheiten etc. ändern.

Tipp:

Zum Blutdruckmessen muss man nicht unbedingt zum Arzt: Man kann es auch in der Apotheke durchführen oder sich dort die Anwendung eines Gerätes für den Hausgebrauch zeigen lassen. Die Werte sollten im oberen Bereich zwischen 120 und 140 liegen, im unteren zwischen 60 und 90. Der ideale Wert liegt etwa bei 120/80.

Falsche Ernährung inklusive des daraus resultierenden Übergewichts, die Nervengifte Alkohol und Nikotin, Bewegungsmangel und Stress spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der arteriellen Hypertonie. Wer dauerhaft darunter leidet und sich nicht behandeln lässt, trägt das siebenfache Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Deshalb: Frühzeitig aktiv werden und einen Schlaganfall aktiv vorbeugen.

 

Schlaganfall – die Serie im Überblick:

  1. Schlaganfall erkennen: Selten aus heiterem Himmel
  2. Schlaganfall: Erste Hilfe-Massnahmen
  3. Schlaganfall vorbeugen: Risiken vermeiden
  4. Schlaganfall: Die 5 Symptome
  5. News: Kalium senkt Schlaganfallrisiko

 

Hoher Cholesterinspiegel

Dieser Umstand ist häufig, aber nicht automatisch auf falsche Ernährung zurückzuführen; Betroffene können auch erblich belastet sein. Die entsprechenden Werte sind in jedem Fall äusserst wichtig, denn zu viel Cholesterin im Blut trägt entscheidend zur Arteriosklerose bei. Eine ärztliche Untersuchung gibt Auskunft über den Anteil von «schlechtem» und «gutem» Cholesterin: HDL (High Density Lipoproteins) leistet dank der Lipoproteine mit hoher Dichte gute Entgiftungsdienste im Gegensatz zum LDL (Low Density Lipoproteins) mit den Lipoproteinen niedriger Dichte.

Gut ist ein Gesamtcholesterinwert von etwa 200 mg/dl, wobei der HDLWert bei Frauen über 45 mg/dl und bei Männern über 35 mg/dlliegen sollte.

Zuckerkrankheit

Diabetiker müssen ständig auf die richtige Einstellung ihres Blutzuckers achten, denn der wirkt im Übermass ähnlich wie Blutfett. Menschen mit einem Diabetes mellitus sollten LDL-Cholesterinwerte unter 100 mg/dl anstreben.

Herzerkrankungen

Der Cholesterin-Richtwert für Diabetiker gilt ebenfalls für Menschen mit Herzerkrankungen. Infolge von Herzrhythmusstörungen und geschädigten Herzklappen können sich Blutgerinnsel bilden, die ins Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall auslösen können.

Weitere Informationen zum Thema Herz und Herzkrankheiten:

 

Pille

Diese Art der Empfängnisverhütung gilt als Risikofaktor, der Frauen mit Übergewicht und Migränikerinnen in besonderem Masse gefährdet. Raucherinnen tragen zusätzlich ein sehr viel höheres Risiko. Eine Hormonsubstitution in der Postmenopause schützt herzkranke Frauen nicht vor einem Schlaganfall. Das Schlaganfallrisiko ist aber auch nicht erhöht.

Rauchen

Nikotin verengt die Gefässe und ist deshalb Gift für sie. Zigaretten sind wegen des tiefen Inhalierens noch gefährlicher als Zigarre oder Pfeife. Wer das Laster alleine – mit Hilfe von Nikotinpflaster oder -kaugummi – nicht aufgeben kann, findet beim Hausarzt medikamentös unterstützte Hilfe zur Selbsthilfe. Das Rauchen aufzugeben, ist eine wirksame Massnahme, wenn es gilt, einen Schlaganfall vorzubeugen.

Übermässiger Alkoholkonsum

Alkohol kann in Form eines Glas Rotweins pro Tag schützen, da es den HDL-Wert steigert. Ein höherer Konsum schadet vielfach neben Leber und Herz auch das Gehirn und hat ein erhöhtes Schlaganfallrisiko zur Folge.


Autorin: Angelika Eder/IZR, 6/01

 

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