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Niesen und Husten: Erhöhter Sicherheitsabstand gefragt

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Krankheitserreger verbreiten sich in Tröpfchenwolken über weite Strecken. Ausreichende Luftfeuchtigkeit, Luft anhalten und ein erhöhter Sicherheitsabstand können helfen.

Niesen transportiert Grippeviren weiter als bis anhin gedacht.

Bild: Fotolia


Grippeviren und andere Erreger überwinden beim Niesen und Husten häufig weitaus grössere Distanzen als bisher angenommen. Weit über den sichtbaren Tröpfchennebel hinaus ist demnach die Ansteckungsgefahr erhöht.

Kleine Partikel reichen am weitesten

Schuld daran sind besonders die kleinen Partikel, die sich über eine unsichtbare Gaswolke nicht selten über Distanzen von 10 Metern verbreiten. Die Erreger bedrohen somit nicht nur den Neben- oder Gegenübersitzer. Über Lüftungsschächte verbreiten sie sich unter Umständen sogar in angrenzende Zimmer oder Stockwerke.

Optimales Raumklima reduziert Ansteckungsgefahr

In den eigenen Räumlichkeiten kann die Ansteckungsgefahr reduziert werden, indem man ein optimales Raumklima mit einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit schafft. Dies erreicht man vor allem durch richtiges Heizen und regelmässiges Lüften. "Ideal gilt ein Wert zwischen 45 und 60 Prozent, was man mit einem handelsüblichen Hygrometer einfach überprüfen kann", erklärt die A.Vogel Gesundheitsexpertin und Drogistin Marlis Cremer.

Luft anhalten und Abstand erhöhen

In öffentlichen Gebäuden oder Verkehrsmitteln kann die Ansteckungsgefahr, die von einem niesenden oder hustenden Mitmenschen ausgeht, durch das kurzzeitige Luftanhalten verringert werden. Zumindest vor den Erregern in grossen Tröpfchen kann man sich dadurch schützen, da diese schnell auf den Boden fallen. Als Massnahme gegen die mit Krankheitserregern beladene Gaswolke ist diese Methode jedoch nur sehr eingeschränkt wirksam, da die Erreger länger in der Luft schweben. Im Idealfall entfernt man sich schnellstmöglich aus der Gefahrenzone.

Intaktes Immunsystem als Schutzschirm

Da dies nicht immer möglich ist, spielt die Schutzfunktion des Immunsystems eine wichtige Rolle bei der Gefahrenabwehr. "Ein gestärktes und abwehrbereites Immunsystem ist der beste Schutz gegen die Ansteckungsgefahr", so Marlis Cremer.

Weiterführende Informationen (englisch):
http://newsoffice.mit.edu/2014/coughs-and-sneezes-float-farther-you-think

Lesen Sie die A.Vogel-Tipps zur Stärkung Ihrer Abwehrkräfte.

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