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Sport für Rheuma-Betroffene

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Bewegung ist ein Allheilmittel für Körper, Seele und Geist. Der richtige Sport stabilisiert die Gelenke, stärkt die Muskeln, fördert die Koordination und hat positive Wirkungen auf die Psyche. Entspannung ist für Rheumapatienten das A und O – in zweifacher Hinsicht: Sie bedeutet Entlastung von Stress und psychischen Problemen sowie Entlastung von Fehlhaltungen und Muskelverspannungen.

Welches ist der richtige Sport für Rheumabetroffene?

Im Prinzip jede Sportart, die mit Freude ausgeübt wird. Vermieden werden sollten allerdings heftige Stossbelastungen auf Hüften, Knie, Hand- und Sprunggelenke wie bei Fuss-, Hand- oder Volleyball. Auch Sportarten mit einem Schläger wie Tennis, Badminton oder Golf sind wegen der einseitigen Belastung wenig empfehlenswert. Ideal sind Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen.

Sogar Krafttraining ist perfekt

Wenn die Muskulatur unter fachkundiger Leitung aufgebaut werden kann, ist es möglich, die Schmerzen zu lindern und den Knorpelabbau zu verringern. Zudem wird durch eine schonende Bewegung der Gelenke der Knorpel mit notwendigen Nährstoffen versorgt.

Entspannung kann man lernen

Sich der Verkrampfungen und Verspannungen bewusst zu werden ist der erste Schritt, sie loszuwerden der zweite. Erprobte Techniken wie progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Feldenkrais, Alexander-Technik, Qigong oder Atemtherapie werden überall angeboten und sind nicht schwer zu erlernen. Auch ein entspannendes, heisses Bad verschafft Ihnen eine aktivere, lockerere Muskulatur.

Studie bestätigt: Moderater Sport tut gut

Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) sollten Sport treiben. Das ist auch die Botschaft einer Studie aus Frankreich: Moderates Training verbessert Funktion und Lebensqualität und mindert die Schmerzen.
In die Auswertung einbezogen wurden 14 Studien und Metaanalysen mit über 500 RA-Patienten und genauso vielen Kontrollpersonen. Die Teilnehmer waren 44 bis 68 Jahre alt, die RA bestand seit bis zu 16 Jahren.

Studienautor Professor Athan Baillet vom Uniklinikum Grenoble betonte, dass Ausdauertraining sicher und nützlich für RA-Patienten ist. Das sei eine wichtige Erkenntnis, da diese Patienten meist körperlich wenig aktiv sind. Nach Angaben des US-Centers for Diseases Control and Prevention (CDC) geben RA-Patienten doppelt so häufig wie gleichaltrige Gesunde gesundheitliche Einschränkungen bei Aktivitäten an.

Das American College of Rheumatology (ACR) empfiehlt Patienten mit RA ausdrücklich, pro Woche 2,5 Stunden Ausdauertraining zu betreiben. Sichere Formen des Trainings sind (Nordic) Walking, Tanzen, Wassergymnastik und ähnliches. Das Training helfe, das Gewicht zu halten und verbessere Schlaf, Stimmung und den Gesundheitszustand generell.

Quelle: innovationsreport

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