Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Mit ihren leuchtend gelb-orangen bis roten Blütenblättern ist die Kapuzinerkresse häufig in Gärten anzutreffen. Die hübschen essbaren Blüten oder die fast kreisrunden Blätter werden oft für Salate verwendet.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus den Andengebieten Perus und Boliviens, sie wurde aber auch in den kühleren Regionen Mittel- und Südamerikas angebaut. Bereits die Inkas nutzten sie als Garten- und Heilpflanze, und zwar vor allem als Schmerz- und Wundheilmittel. Erst im 16. Jahrhundert kam die Pflanze nach Europa.


Neben viel Vitamin C sind vor allem die Glucosinolate bedeutsam, die der Kapuzinerkresse die scharfe Note verleihen. Enzyme verwandeln diese Stoffe in Senföle, welche Bakterien, Viren und Pilze hemmen, sich zu vermehren. Ausserdem weisen sie einen durchblutungsfördernden Effekt auf.


Umfangreiche Studien aus den vergangenen Jahren konnten die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Krauts zusammen mit Meerrettichwurzel bei Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis und akuter Blasenentzündung bestätigen. Das eingesetzte Präparat erwies sich als gleichwertig gegenüber einer Standard-Therapie mit Antibiotika. Das wecke die Hoffnung, so der Studienkreis, dass  Senföle in Zukunft dazu beitragen können, den steigenden Gebrauch von Antibiotika zu senken.


Eine seit 2010 durchgeführte Untersuchung legt sogar eine hemmende Wirkung gegen das Influenzavirus H1N1 nahe. Dieses grosse Potenzial gab auch den Ausschlag für die Wahl zur Arzneipflanze des Jahres 2013.


Quelle: presse.uni-wuerzburg.de

 

 
 
 
 
 
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