Cynara scolymus - Artischocke

Geschichte

Der lateinische Gattungsname Cynara stammt vom griechischen Wort kynára oder kynaros ab, mit dem eine nach der ägäischen Insel Kinara benannte Artischockenart bezeichnet wurde. Der Artname scolymus ist abgeleitet vom griechischen skólymus, einem Fremdwort unbekannter Herkunft, das volksetymologisch an das griechische skólop (= «Spitzpfahl») wegen der spitzen Stacheln angeglichen wurde. Die Heimat der Artischocken vermutet man in Äthiopien. Die Pflanze wurde von den alten Ägyptern und Römern als Heilmittel sehr geschätzt, geriet dann aber in Vergessenheit. Die Artischocke soll aus einer Urform, der Cynara cardun culus L., hervorgegangen sein und wird nachweislich seit dem 15. Jahrhundert kultiviert. Der Name «Artischock», der in dieser Schreibweise erstmals 1556 erscheint, hat sich aus dem arabischen al-harsúf über das spanische alcarchofa, das französische artichaut und das norditalienische artiocco entwickelt.

Botanische Merkmale: Cynara scolymus - Artischocke

Botanische Merkmale

Die Artischocke ist eine kräftige, bis 2 m hoch werdende, mehrjährige Pflanze. Sie hat grosse, einfache bis fiederspaltige, unterseits filzig behaarte Blätter, die bogenförmig in spitze Stacheln auslaufen. Die meisten Zuchtsorten sind heute jedoch stachellos. Die imposanten Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 8 bis 15 cm. Die fleischigen Blütenböden sind von stumpfen, dachziegelartig angeordneten Hüllblättern umgeben und dicht mit blauvioletten Röhrenblüten gefüllt. Die Blütezeit ist von Juli bis August.

Vorkommen: Cynara scolymus - Artischocke

Vorkommen

Artischockenkulturen finden sich heute im Mittelmeerraum, in Südamerika und in Kalifornien. Sie gedeihen auch in nördlicheren Gegenden an sonnigen, windgeschützten Lagen und auf sandigen Böden.

Verarbeitung: Cynara scolymus - Artischocke

Verarbeitung

A.Vogel verwendet die frischen Artischockenblätter aus kontrolliert biologischem Eigenanbau. Die zerkleinerten Blätter werden mit Alkohol und Wasser mazeriert. Üblich ist auch die Zubereitung der frischen oder getrockneten Blätter als Tee. Der Gehalt an Wirkstoffen nimmt beim Trocknen jedoch stark ab. Das frische Kraut wird zu Presssäften oder mit Wein zu Aperitifs verarbeitet. Die fleischigen Hüllblätter und Blütenböden sind als delikates Gemüse sehr geschätzt.

 
 
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