Rosa canina / Hagebutte

Vorkommen

Die Hagebutte, Hecken- oder Hundsrose ist die gewöhnlichste aller gewöhnlichen Rosen, sie ist sozusagen hundsgemein. Spass beiseite, der Hund kommt natürlich nicht von ungefähr: Der Name geht auf die frühere Bedeutung der Wurzelrinde als Mittel gegen die Bisse tollwütiger Hunde zurück. Ach ja, und Heckenrose, weil sie von Europa bis Asien fast an jeder (H)Ecke wächst. Dementsprechend gross und verzweigt ist ihre

Familie, die der Rosengewächse (Rosaceae). Von ihr kennt man in Europa 30 meist wildwachsende Arten, weltweit sollen es über 8000 sein – zu ihnen gehören dann auch die edleren und edelsten aller wohlriechenden Pflanzengeschöpfe. Die Wildrosen, nicht edel, aber vitaminreich, schätzen lehmige Böden, blühen im Sommer, und ihre Früchte, die Hagebutten, sollen im Herbst geerntet werden, wenn sie gut ausgereift sind.

 

Geballte Kraft der Vitamine

Neben der Hecken- ist es vor allem die Alpenhagrose, deren Vitamin C-Gehalt beeindruckend ist. Um diesen nicht zu schmälern, sollte man die Früchte am besten roh verwenden. Die Zubereitung z.B. einer Marmelade ist deshalb etwas mühsam. Man geht wie folgt vor: Nach der Ernte werden die Hagebutten aufgeschnitten und alle Härchen und Kerne entfernt. Danach werden sie zerhackt und vermust und mit Zucker, Honig oder Birnel verrührt. Die Mühe lohnt sich! Lange haltbar ist die Köstlichkeit jedoch nicht: 5–6 Tage im Kühlschrank wie alle roh gerührten Marmeladen. Dafür ist die geballte Kraft der Vitamine drin.

 

Leuchtend rote Früchte

Das leuchtende Rot der Hagebutten sticht Wanderern im Herbst sofort in die Augen. Es handelt sich bei diesen «Beeren» um eine Scheinfrucht, d.h. eine Frucht, die nicht nur von den Fruchtblättern, sondern auch von Teilen der Blüte gebildet wird. In ihr steckt die ganze Vitaminkraft der Heckenrose, die man seit dem Altertum kennt und nutzt: in erster Linie als Erfrischungs-, Frühstücks- und «Grippetee», der mild abführend und harntreibend wirkt.

 

Grossmutters Tipps

Darüber hinaus kennen die Grossmütter mit Sicherheit noch die traditionelle Verarbeitung der Hagebutte zu Marmelade, Kompott, Sirup und Mus, das wiederum in süssen Suppen, Aufläufen, Baisers, Puddings und im Müesli verwendet wird.

Rezepte, die Sie auch interessieren könnten:

 
 
Folge uns auf Facebook

druckenprint-icon

0 Artikel im Warenkorb