Sanguinaria canadiensis

Geschichte

Der Name Sanguinaria ist vom lateinischen sanguis, was «Blut» bedeutet, abgeleitet und nimmt Bezug auf den orangeroten Milchsaft der Pflanze. Der Artname canadensis weist auf seine Herkunft aus Kanada hin. Die Indianer Nordamerikas haben die Wurzel als Heilmittel gegen zahlreiche Leiden eingesetzt. Der Saft der Pflanze diente ihnen zum Bemalen der Haut, als insektenabwehrendes Mittel und zum Färben von Gegenständen. Auch von den amerikanischen und französischen Färbereien ist die Pflanze erfolgreich verwendet worden. Anfang des 19. Jahrhunderts gelangte die Wurzel in den europäischen Handel. Sie wurde in kleinen Dosen entweder in   Pulverform oder als Tinktur verschrieben, diente als schweisstreibendes Mittel und als Expektorans bei chronischer Bronchitis. Die Wurzel der Sanguinaria gilt in Nordamerika als offizinell.

Botanische Merkmale

Die Kanadische Blutwurzel ist eine ausdauernde Pflanze mit einem verholzten, kriechenden Wurzelstock, der einen rötlichen Milchsaft enthält. Aus dem Wurzelstock spriessen jährlich nur ein einziges, handförmiges siebenlappiges Blatt mit kerbig-gezähnten Lappen sowie ein kahler, bis 25 cm hoher Stängel mit einer einzigen weissen Blüte. Die Blattoberseite ist gelbgrün, die Unterseite heller und von markanten, orange bis violett gefärbten Nerven durchzogen. Die Blüte besitzt acht bis zehn Kronblätter und zahlreiche Staubblätter. Zwei   Fruchtblätter verwachsen zur vielsamigen Kapsel mit einer Länge von 3–5 cm. Die Blütezeit ist von März bis April.

Vorkommen  

Die Pflanze ist in lichten, feuchten Wäldern des atlantischen Nordamerika von Kanada über Florida bis Nordmexiko beheimatet.

Verarbeitung

Die Herstellung der Urtinktur erfolgt gemäss aktuellem HAB. Verwendet werden die getrockneten unterirdischen Teile von Sanguinaria canadensis L. im Herbst. Die homöopathischen Dilutionen werden durch Handverschüttelung zubereitet.

 
 
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