Tropaeolum majus L. (Kapuzinerkresse)

Schönheit aus dem Garten

Ähnlich wie die Kartoffel, Tomate oder Sonnenblume stammt die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) aus Südamerika. Mit ihren rot, orange oder leuchtend gelb blühenden Blüten ist die auch «peruanische Feuerblume» genannte Pflanze ein schöner Sommerschmuck im Garten und gedeiht sogar in Kistchen auf dem Balkon.

Die frischen Blüten, Blätter und Knospen werden in der französischen Küche besonders geschätzt. Mit ihrem leicht pfeffrigen Geschmack würzen die kleingeschnittenen Blätter Eier- und Kartoffelgerichte, Kräuterbutter, Quark und Salate.

Kapuzinerkresse

Piktante Note

Auch die Blüten geben eine pikante Note. Verwendet werden am besten die mineralstoffreichen ganz jungen Blätter - ihr Aroma ist am besten. Ältere Blätter sind schon härter und schmecken unangenehm streng. Verwenden Sie sowohl die Blüten als auch die Blätter nur frisch und roh. Zum Kochen, Trocknen und Einfrieren, was manchmal empfohlen wird, eignen sie sich nicht.

Achtung: Magen- oder darmempfindliche Personen sollten vorsichtig dosieren, die blutreinigende und entschlackende Pflanze kann unter Umständen den Darm und die Nieren reizen. Die Kapuzinerkresse enthält viel Vitamin C, Eisen, Schwefel und antibiotisch wirkende Senfölglykoside (daher die Schärfe).

Der Genuss von frischer Kapuzinerkresse oder frisch gepresstem Saft kann unter Umständen dazu beitragen, dass sich viele Bakterien, Viren und Hefepilze der Candida-Gruppe gar nicht erst entfalten.

Darf es ein bisschen schärfer sein?

Kapuzinerkresse

Ganz besonderer Essig

Aus den Blüten lässt sich ein ganz besonderer Essig herstellen: Eine Handvoll Blüten auf Insekten untersuchen, eventuell vorsichtig kalt abspülen, und in eine dekorative Flasche füllen. Einen halben Liter guten Weinessig zufügen. Zwei Wochen auf der sonnigen Fensterbank stehen lassen, dann dunkel aufbewahren. Die Blüten können in der Flasche bleiben.

Kapuzinerkresse

Hemmende Wirkung auf das Grippevirus

Eine seit 2010 durchgeführte Untersuchung legt sogar eine hemmende Wirkung gegen das Influenzavirus H1N1 nahe. Dieses grosse Potenzial gab auch den Ausschlag für die Wahl zur Arzneipflanze des Jahres 2013.

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