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Pflanzliche Heilmittel
aus frischen Pflanzen

Tiefere und breitere Wirkung als Heilmittel aus getrockneten Pflanzen

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Der Schweizer Naturarzt Alfred Vogel (1902-1996) beobachtete schon seit den 1930er-Jahren, dass Arzneimittelpräparate aus frischen Pflanzen tiefer und breiter wirkten als die damals gebräuchlichen Mittel aus getrockneten Pflanzen. Diese Beobachtung, die sich in langjähriger Praxis zur Überzeugung verdichtete, lässt sich heute mit modernen Analyse- und Messverfahren bestätigen.

Wer je aus frischer Pfefferminze Tee gemacht hat und das gleiche mit getrockneter, kann leicht nachvollziehen, weshalb Alfred Vogel es sich zum Prinzip machte, für die Produktion von Heilpflanzenmitteln nach Möglichkeit frische Pflanzen(teile) zu verwenden. Doch zu der Zeit als Vogel begann, seine Präparate aus frischen Pflanzen herzustellen, war das keineswegs üblich.

Drogen und Frischpflanzen – der grosse Unterschied




Viele Firmen verarbeiten riesige Ballen getrockneter Kräuter (Fachausdruck: Drogen), die oft von weit her kommen. Sie werden gelagert, es kann zu unliebsamen Oxidationsprozessen kommen, und sie durchlaufen eine Menge Untersuchungen hinsichtlich Echtheit, Gehalt an Pestiziden, Schwermetallen und anderen Verunreinigungen.

Wenn andere mit der Verarbeitung getrockneter Kräuter beginnen, wurde in der Bioforce AG, der von Alfred Vogel 1963 gegründeten Produktionsfirma, schon eine ganze Menge Vorarbeit geleistet. Um die (selbst gesetzten) hohen Qualitätsansprüche von Beginn an im Griff zu haben, lautet die Devise: selber züchten, säen, setzen, pflegen, ernten und sofort verarbeiten.

Warum frische Pflanzen und keine getrockneten?

Ganz abgesehen von den schlechteren Startbedingungen der Drogen (düngen, chemisch schützen, beizen, begasen) wird beim Trocknungsvorgang das natürliche Inhaltsstoff-Gefüge der Pflanze beeinträchtigt, z.B. gehen viele leicht flüchtige Stoffe – etwa ätherische Öle – verloren, weitere können sich verändern oder anders verbinden. Am Beispiel des Roten Sonnenhuts (Echinacea purpurea) und der Weissdornbeeren (Crataegus monogyma/C. laevigata) sieht man, dass die Qualität von Frischpflanzenextrakten besser ist als von Drogenextrakten derselben Pflanze.

Stellt man aus einer Portion frischer Weissdornbeeren und einer Portion getrockneter Beeren vom selben Strauch je eine Tinktur her, erkennt man bei Messungen über die Lagerzeit, dass die Konzentration der Wirkstoffe in Tinkturen aus frischem Crataegus konstant hoch bleibt und in Tinkturen aus getrockneten Pflanzen abnimmt. Photometrisch gemessen wurden Proanthocyanidine und Phenole, welche als massgeblich für die Wirkung gelten.

Beim Roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) lässt sich nachweisen, dass der Gehalt an Alkylamiden, die für die immunmodulierende und entzündungshemmende Wirkung bedeutsam sind, in Extrakten aus frischen Pflanzen doppelt so hoch ist wie in Tinkturen aus Drogen. (Ähnliche Untersuchungen gibt es für viele andere Pflanzenarten.)

Die ganze Pflanze zählt

«Alle der Pflanze innewohnenden Wirk- und Begleitstoffe haben ihre Bedeutung. Sie ergänzen sich gegenseitig und wirken als Gesamtheit. Es ist wichtig, gesunde Samen in gesunden Böden ohne Verwendung von Pestiziden wachsen zu lassen sowie die Pflanze schonend und ohne Einsatz von giftigen oder umweltfeindlichen Hilfsstoffen zum Heilmittel zu verarbeiten. Dieses soll, wo immer möglich und sinnvoll, aus frischen Pflanzen entstehen. »

Alfred Vogel

Alfred Vogel im HeilpflanzengartenWeitere Informationen:

Der Naturheilkunde-Pionier Alfred Vogel (1902 - 1996) und die Gesundheitsmarke A.Vogel

Die Wahl der Sorten

Durch jahrelanges Erforschen und Erproben müssen zunächst die geeigneten Pflanzensorten gefunden werden, welche erstens die erforderlichen Wirkstoffe in möglichst ausgewogener Mischung enthalten, zweitens den Anforderungen der klimatischen Verhältnisse gut gewachsen und drittens so widerstandsfähig sind, dass sie ohne synthetische Düngemittel sowie ohne Insekten-, Unkraut- oder Pilzvernichtungsmittel auskommen.

Dabei werden laufend neue Erkenntnisse gewonnen und nach eingehender Prüfung in die Praxis umgesetzt. Ein Teil der Pflanzen  bleibt stehen, um so das eigene Saatgut zu gewinnen. Denn durch kontrollierte Züchtung kann ein hoher Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen erreicht werden.

Auf der Suche nach geeignetem Saatgut

Als Bioforce AG Mitte der 1990er-Jahre beschloss, ein neues Frischpflanzenprodukt aus Johanniskraut herzustellen, machten sich die Experten auf die Suche nach dem am besten geeigneten Samen, um im kontrolliert biologischen Anbau von Anfang an eine ausgezeichnete Qualität des Arzneimittels sicherzustellen.

Da es das erklärte Ziel der Firma ist, wo immer möglich Frischpflanzen aus kontrolliert biologischem Anbau zu verwenden, kamen Ankäufe oder Importe von getrocknetem Johanniskraut nicht infrage.

Nach einer zweijährigen Versuchsreihe mit 24 verschiedenen Johanniskrautsamen (aus Wildsammlungen, Botanischen Gärten und dem Handel) an verschiedenen Standorten und rund vier Jahren Forschung waren geeignete Kandidaten gefunden. Zwei ausgewählte Johanniskrautsorten waren ergiebig, blütenreich, geeignet für die Ernte von Hand und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Das wichtigste Kriterium allerdings war die reiche Palette an pharmakologisch relevanten Inhaltsstoffen.

Die Suche nach dem vorteilhaftesten Saatgut für Johanniskraut, bei der auch externe Experten zugezogen wurden, ist nur ein Beispiel für das Engagement, den Aufwand und die Sorgfalt, die Bioforce AG betreibt, um das bestmögliche Endprodukt zu erreichen.

Das Geschenk des Indianerhäuptlings

Beim Besuch eines Indianerreservats in South Dakota (USA) bekam Alfred Vogel 1953 vom Oglala-Lakota-Häuptling Ben Black Elk Samen des Roten Sonnenhuts (Echinacea purpurea) geschenkt. Vogel gelang es, in der Schweiz daraus blühende Pflanzen zu ziehen und die Samen zu vermehren. Noch heute wird diese Sorte aus eigenem Saatgut auf den firmeneigenen Feldern angebaut, denn sie hat sich auch bei späteren, genauen Untersuchungen in Bezug auf Ergiebigkeit, Robustheit und Gehalt an Inhaltsstoffen bestens bewährt. So lässt sich sagen, dass das beste Saatgut ausnahmsweise auch mal einem Geschenk zu verdanken sein kann.

Ökologisch und nachhaltig

Die Art und Weise des Aufwachsens geht an den Pflanzen im wahrsten Sinne des Wortes nicht spurlos vorbei. Die Inhaltsstoffe schwanken je nach Wetter, Jahreszeit, Gesundheit des Bodens, Düngung, Erntezeitpunkt etc. Über das Wetter hat niemand Macht, alle anderen Faktoren hingegen können sehr wohl beeinflusst werden.

Durch den Verzicht auf grosse Monokulturen, durch die optimale Auslese der Samen und Setzlinge, durch die sorgfältige Wahl der Standorte und die natürliche Optimierung der Böden kann eine hervorragende Qualität des Pflanzenmaterials garantiert werden.

Nach Möglichkeit werden die Pflanzen auf den Anbaufeldern kontrolliert biologisch, das heisst nach den strengen Richtlinien von BIO-SUISSE, angebaut. Aus kontrolliert biologischem Anbau stammen beispielsweise Arnica montana (Arnika), Hypericum perforatum (Echtes Johanniskraut) und Echinacea purpurea (Roter Sonnenhut).

Aus  bewilligter Wildsammlung durch ausgebildetes Personal stammen z.B. die frischen Rosskastanien für das Venenprodukt.

Bei der Sägepalme (Serenoa repens) aus Florida (Ausgangsprodukt für Beschwerden bei beginnender gutartiger  Prostatavergrösserung) und der Teufelskralle aus der Kalahariwüste in Namibia (Ausgangsprodukt für Verschleisserkrankungen des Bewegungsapparates) engagiert sich Bioforce AG seit Jahren für eine nachhaltige Produktion ohne Raubbau an der Natur.

Die Ernte

Die Pflanzen werden – entsprechend den Vorgaben des Unternehmens – grösstenteils mit der Hand oder leichten Gerätschaften geerntet. Dieses Vorgehen, das in unserer hoch technisierten Zeit aufgrund der weitaus höheren Arbeitsintensität immer wieder Erstaunen hervorruft, liegt in der Philosophie des Naturarztes Alfred Vogel begründet: Er forderte für die Gewinnung und Verarbeitung der Produkte möglichst viel Handarbeit anstelle von maschinellem Einsatz. Der Verzicht auf schwere Erntemaschinen kommt nicht nur den geernteten Pflanzen zugute, sondern auch dem «Nachwuchs», denn der Boden würde anderenfalls zu fest gedrückt, das heisst, verdichtet werden. Das hätte insbesondere beim schweren und nassen Boden in der Schweiz negative Auswirkungen auf die Qualität des Boden-Innenlebens und somit auf die Qualität der nächsten Ernte.

Wie schon gesagt, schwanken die Inhaltsstoffe der Pflanzen je nach den Bedingungen während des Wachstums. Der optimale Erntezeitpunkt wird für jede Pflanzensorte mit analytischen Erfahrungswerten bestimmt; Massstab dafür sind Produktionschargen über viele Erntejahre.

Sofort nach der Ernte, spätestens nach 24 Stunden, beginnt die schonende Verarbeitung der frischen Pflanzen.

Ingrid Zehnder-Rawer

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