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Von der Tinktur zur Tablette

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Obwohl die Bioverfügbarkeit aus Tinkturen besser ist als aus festen Arzneiformen bevorzugen viele Verbraucher Tabletten statt Tropfen. Sie halten das Schlucken einer Tablette für weniger umständlich als das Abzählen von Tropfen.

Doch nicht nur dieser praktische Gesichtspunkt ist ausschlaggebend dafür, dass Bioforce AG in der Pflanzenheilkunde zunehmend feste Formen produziert und umsetzt. Die Behörden wünschen sich unter Berücksichtigung Schwangerer sowie verschiedener Krankheiten eine Schwerpunktverlagerung von Tropfen auf feste Formen. Sie haben dabei unter anderem Alkoholiker im Blick, die Alkohol nicht in versteckter Form zu sich nehmen dürfen, ebenso wie Menschen mit Alkoholallergien, Patienten mit Störungen der Leber- oder Bauchspeicheldrüsenfunktion und Epileptiker. Auch für kleine Kinder sollten Wirkstoffe nach Möglichkeit ohne Alkoholanteil zur Verfügung stehen.

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Alkohol: hilfreiches Medium in der Phytotherapie

Speziell in der Phytotherapie erweist sich Alkohol als ausgesprochen wichtig, während bestimmter Produktionsstufen sogar als unersetzlich: Mit ihm lassen sich sowohl wasser- als auch fettlösliche Wirkstoffe aus Pflanzen besonders schonend extrahieren. Gleichzeitig sorgt er für ein optimales Milieu zur Abtötung von Bakterien, und nicht zuletzt ist ihm die unmittelbare Aufnahme über die Schleimhäute zu verdanken. Abgesehen von diesen drei entscheidenden Vorzügen ist festzuhalten, dass die in arzneilichen Tinkturen enthaltene Alkoholkonzentration bei Einhaltung der auf Beipackzetteln angegebenen Vorschriften keine negativen Auswirkungen auf gesunde Erwachsene hat.

Verarbeitung der Tinktur

Die Produktionsgänge von Tropfen und Tabletten sind bis zur Gewinnung der Tinktur dieselben, dann trennt sich die «flüssige» von der «festen Linie».

Zur Tablettenproduktion pumpt man die Tinktur zunächst aus den Vorratsbehältern in Verdampfungsapparaturen, die sie auf ein Zehntel oder Zwanzigstel ihres Volumens reduzieren. Beispiel Echinacea-Tinktur: 400 Kilogramm ergeben zirka 30 Kilo Konzentrat, das wiederum mit den erforderlichen Hilfsstoffen im Endergebnis zu 250 Kilo Tabletten verarbeitet werden kann.

Beim Verdampfen gewährleisten äusserst schonende Verfahren, dass möglichst alle Inhaltsstoffe nicht beeinträchtigt werden. Wurde die Masse früher mit den damaligen Eindampftechnologien über mehrere Stunden hinweg erhitzt, was natürlich auch schädigende Auswirkungen auf ihren Inhalt hatte, so erfolgt der Vorgang heute in den neuen Geräten in Sekundenschnelle: Die Tinktur wird unmittelbar nach dem Einbringen in den Verdampfungsraum bei etwa 40 Grad Celsius im Vakuum reduziert und fliesst als dickflüssige Masse ab.

Das Konzentrat muss nun auf seinen Gehalt hin überprüft werden und ist erst nach der Freigabe durch das Labor weiterzubehandeln. Im Mischer wird es mit den bereits erwähnten Hilfsstoffen, mit denen man die erforderliche Gesamtmenge für die Tabletten erreicht, zu einer homogenen Masse verarbeitet. Diese trocknet anschliessend bei schonenden Temperaturen im Ofen oder im Fliessbett-Trockner.

Bei jedem einzelnen Vorgang protokollieren die Mitarbeiter en détail: Aus welcher Charge stammt das Konzentrat, in welchem Trockner wurde es behandelt etc. Anschliessend steht die Gehaltsbestimmung der Trockenmasse und die quantitative Wiederfindung der Inhaltsstoffe von der Tinktur an – ebenso wie die ihrer Restfeuchte, die für ein mögliches Brechen der Tabletten von Bedeutung ist. Nun wird die kontrollierte Masse in der Tablettenpresse in die richtige Form gebracht. Die Apparatur fertigt die Tabletten nach genauer Gewichtsvorgabe an, bei der es lediglich einen Toleranzspielraum von einigen wenigen Milligramm gibt.

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Frischpflanzenqualität auch in Tabletten

Früher war es in vielen Fällen unmöglich, alle Inhaltsstoffe einer Frischpflanzentinktur in eine Kapsel oder eine Tablette «hinüberzuretten», denn jede Bearbeitungsstufe brachte einen Verlust der oft empfindlichen Inhaltsstoffe mit sich. Mit Hilfe moderner, schonender Verfahren gelingt es seit Jahren jedoch, die Frischpflanzenqualität auch in Kapseln oder Tabletten zu erhalten.

Laufende Kontrollen

Abgesehen von ständigen Gewichtskontrollen fallen wiederholte Untersuchungen von Bruchfestigkeit, Abrieb und Zerfallzeit an. Sie sind erforderlich, um das Zerbrechen oder Zerbröseln in der Haltbarkeitszeit der Tabletten zu vermeiden. Die gewissenhafte «Buchführung» über sämtliche messbaren Werte sowie die einzelnen Geräte gewährleistet, dass Fehler möglichst ausgeschlossen werden. Welcher Wert dabei auf Exaktheit gelegt wird, beweist der Umstand, dass die Eintragungen von zwei Personen unabhängig voneinander vorzunehmen sind. Darüber hinaus lassen «Bilanzen» Rückschlüsse auf die Verarbeitung der jeweils korrekten Mengen zu.

Konfektionierung

Wie in der Mode werden die letzten Schritte der Fertigung Konfektionierung genannt. Gemeint ist das Abfüllen in Flaschen, das Etikettieren, Verpacken, die Zugabe von Beipackzetteln, etc.

Die gesamte Konfektionierung ist an ein Wägesystem angeschlossen. Entsprechen die Tabletten gewichtsmässig und hinsichtlich ihrer Konsistenz den Vorgaben (Spezifikationen), werden sie für den Verpackungsvorgang freigegeben. Auf der Abfüllmaschine werden sie elektronisch gezählt und in keimfreie Gläser gefüllt.

Während der Abfüllung werden einzelne Gläser in bestimmten Abständen immer wieder genauen Kontrollen unterzogen.

Eine Strichcode-Kontrolle stellt sicher, dass die jeweils richtigen Etiketten und Packmittel eingesetzt werden.

Da A.Vogel/Bioforce AG 76 Produkte herstellt, die in dreissig Ländern erhältlich sind, muss von der Abteilung «Arbeitsvorbereitung» exakt vorgeplant werden, wie viele Packungen mit welchen Beipackzetteln in den einzelnen Sprachen versehen werden müssen.

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Angelika Eder/ Ingrid Zehnder-Rawer

 

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