Mouth Taping (also den Mund zukleben) wird auf Social-Media-Plattformen als Mittel zur Förderung der Nasenatmung gepriesen. Das Zukleben mit Pflastern, speziellem Tape oder einem Klebeband soll zu besserem Schlaf, mehr Energie, weniger Schnarchen führen. Aber was bringt das Mundpflaster wirklich?
Test: Andrea Pauli, Gesundheits-Nachrichten
Die Ausgangslage:
Nachts schrecke ich immer mal wieder hoch, weil ich offenbar Schnarchgeräusche von mir gegeben habe. Würde ich besser schlafen, wenn ich Mouth Taping praktiziere? Aufgrund des mit Pflaster verschlossenen Mundes soll die Atmung ausschliesslich über die Nase erfolgen. Das Versprechen hinter der Methode: besserer Schlaf, mehr Energie am Tag, weniger Schnarchen, weniger Zahn- und Kieferprobleme (und vieles mehr, das an Wunderheilung grenzt).
Der Test:
Online finden sich allerlei «Mouth-Taping»-Produkte, die speziell geformt sind. Ein grosser Apothekenrundgang in St. Gallen und Basel erbringt leider kein Einkaufsergebnis; offenbar kann man die Pflaster in erster Linie via Internet beziehen. Also müssen es herkömmliche Heftpflaster tun, die ich noch in der Schublade habe.
Ich probiere es mit verschiedenen Grössen – so richtig komfortabel ist keine davon. Das Pflaster nervt mich bereits nach kurzer Zeit. Ich halte immerhin eine Stunde still damit im Bett, dann muss ich es herunterreissen – eine kleine Panikreaktion.
Nein, das ist nichts für mich. Zwar wird man aufgrund von Mouth Taping nicht ersticken; da macht sich zuvor der natürliche Schutzreflex des Körpers bemerkbar.
Tatsächlich ist die Atmung durch die Nase wichtig: Die Luft wird befeuchtet, erwärmt und gefiltert. Damit werden Infekte vorgebeugt. Nachts neigen wir mitunter zur Mundatmung mit der Folge, dass sich die Zunge vom Gaumen löst und nach hinten fällt. Der Unterkiefer klappt ebenfalls nach hinten und das Gaumensegel verliert an Spannung: Wir schnarchen.

Experten sind sich uneins darüber, inwiefern Mouth Taping gegen das Schnarchen hilft. Fazit: Vielleicht. Denn ist der Mund geschlossen, muss zwangsläufig über die Nase geatmet werden. Experten raten jedoch davon ab, die Nasenatmung zu erzwingen. Besser ist es, etwaige Probleme mit Fachpersonen abzuklären. Denn wer bereits im Wachzustand Probleme mit der Nasenatmung hat, etwa aufgrund einer schiefen Nasenscheidewand, einer Allergie oder einer chronisch verstopften Nase, sollte sich keinesfalls eigenmächtig den Mund zukleben.
Das Gleiche gilt für die Schlafapnoe, bei der die oberen Atemwege zu eng werden. Kommt in der Therapie eine reine Nasenmaske zum Einsatz, kann ein Mouth Taping eventuell die Nasenatmung unterstützen. Ohne Nasenmaske sind die Studienergebnisse bisher widersprüchlich.
Wer zudem nur in Rückenlage schnarcht, kann es hilfreich sein, diese durch Kissen zu verhindern. Auch eine Zahnschiene kann helfen, da diese den Unterkiefer nach vorn schiebt. Bei Übergewichtigen empfiehlt es sich, das Gewicht zu reduzieren.
Bewusstes Atmen lässt sich aber auch trainieren. Viele Menschen holen tagsüber zu oberflächlich, zu kurz und zu schnell Luft. Meist ist das eine Folge permanenter Anspannung. Dadurch verspannt sich unser wichtigster Atemmuskel, das Zwerchfell. Wer bewusst ein und ausatmet entlastet das Nervensystem und sorgt für Entspannung.
Die Ausgangslage: Wenn ich irgendwo zu Besuch bin oder im Hotel übernachte, muss ich regelmässig nach einer zusätzlichen Bettdecke oder extra Wolldecken verlangen – in fremden Betten ist mir die Zudecke stets zu leicht, und ich kann darum nicht einschlafen. Zuhause habe ich, je nach Jahreszeit, stets mehrere Decken parat. Da lag der Gedanke nahe: Kann vielleicht eine Gewichtsdecke generell für die nötige «Bett-Schwere» sorgen?
Der Test: Die 10 Kilo schwere, 1,50 × 2,20 Meter grosse Decke in den Bezug zu bekommen, erfordert einiges an Geschick (und recht starke Arme). Auch sich damit zuzudecken, ist nicht so einfach wie mit einer normalen Decke; ich musste die Gewichtsdecke erst mal passend auf dem Bett drapieren und dann darunterschlüpfen.
Der erste Eindruck wie auch die Erfahrung der Folgenächte: Ich komme sofort zur Ruhe. Die Decke vermittelt mir ein Gefühl des Beschütztseins, und das stimmt mich wunderbar aufs Schlafen ein. Meine elektrosensible Skepsis angesichts der Tatsache, dass die Füllung (also das Gewicht) im Deckeninneren aus festem Edelstahl besteht, war zum Glück unbegründet.
Gewichtsdecken nutzen die Therapieform der tiefen Druckstimulation (DPS), und die wirkt offenbar bei mir hervorragend. Interessant fand ich, dass mir das Gewicht keinerlei Beklemmungen verursachte (denn damit hatte ich durchaus gerechnet). Die Decke gibt einen gleichmässigen Druck ab, der sich einfach nur behaglich anfühlt – ideal in kalten Winternächten, wo man ohnehin so eine Art von «Höhlenrückzugsbedürfnis» verspürt. Wie das in heissen Sommernächten wird, bleibt abzuwarten. Bis dahin geniesse ich jetzt erst mal den deckengemachten «Schlafdruck».

Die Testdecke Modell Deluxe plus Bezug wurde uns freundlicherweise von Birkenrot® zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu Funktionsweise, Anwendung und Material: birkenrot.ch.
Die Ausgangslage: Mit der Schlaf–Wohlfühltemperatur tue ich mich schwer. Beim Zubettgehen fröstele ich eher, nachts wird mir warm und gegen Morgen friere ich wieder. Kann mich ein Spezial–Pyjama auf eine ausgewogene Schlaftemperatur bringen?
Der Test: Kuschelig und dabei federleicht: Der Pyjama aus nachhaltig-ökologischen High-Tech-Buchenholzfasern (NATTWELL™-Gewebe) schmiegt sich an, ohne einzuengen. Erst kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser hautschmeichelnde «Hauch von Nichts» mich tatsächlich angemessen warmhält über Nacht. Doch die Thermoregulation funktioniert tadellos, erstaunlich. Kaum ein Frösteln, gar kein Schwitzen – ein durchaus wohltemperierter Zustand vom Zubettgehen bis zum Aufwachen. Ich bin gespannt, wie sich das Material dem Wechsel der Jahreszeiten anpassen wird.

Der Testpyjama Modell Balance wurde uns freundlicherweise von Dagsmejan zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu Funktionsweise und Material: dagsmejan.ch