Ginkgo

Ginkgo biloba L.

Ginkgo biloba ist eine sehr alte Pflanzenart und der einzige heute noch existierende Vertreter der Ginkgogewächse. Wegen seiner langen Entwicklungsgeschichte wird der Ginkgobaum auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet. Die Blätter enthalten verschiedene bioaktive Inhaltsstoffe, darunter Flavonoide, Terpenoide und Lignane. Ginkgo-Extrakte werden vor allem im Zusammenhang mit geistiger Leistungsfähigkeit, Durchblutung und Demenzformen wissenschaftlich untersucht.

Steckbrief

  • Botanischer Name: Ginkgo biloba L.
  • Deutscher Name: Ginkgo, Ginkgobaum
  • Pflanzenfamilie: Ginkgogewächse
  • Vorkommen: China, Japan und Korea; in Europa auch in Plantagen kultiviert
  • Wuchsform: zweihäusiger Baum
  • Wuchshöhe: 30 bis 40 Meter
  • Stammumfang: bis zu 4 Meter
  • Alter: kann bis zu 4’000 Jahre erreichen
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Verwendeter Pflanzenteil: frische Blätter
  • Besonderheit: gilt als „lebendes Fossil“

Der Ginkgobaum ist ein 30 bis 40 Meter hoher, zweihäusiger Baum. Das bedeutet, dass es männliche und weibliche Bäume gibt. Der Stamm kann einen Umfang von bis zu vier Metern erreichen. Ginkgo kann aussergewöhnlich alt werden; einzelne Bäume können ein Alter von bis zu 4’000 Jahren erreichen. Die erste Blüte erfolgt jedoch erst nach etwa 25 Jahren, während die Fruchtbarkeit bis über 1’000 Jahre anhalten kann.

Die Rinde ist hellgraubraun und grob gefurcht. Die Blätter stehen entweder wechselständig an langen, diesjährigen Trieben oder in Büscheln an Kurztrieben. Besonders charakteristisch ist ihre Fächerform. Je nach Alter des Baumes können die Blätter gelappt oder ungelappt sein. Die Blattnerven verlaufen parallel. Dies weist auf die entwicklungsgeschichtliche Verwandtschaft mit den Nadelbäumen hin.

Im Herbst verfärben sich die Blätter goldgelb und fallen ab. Die weiblichen Blüten bestehen aus einem kurzen Stiel mit zwei Samenanlagen. Sie stehen einzeln in den Blattachseln oder zu mehreren an den Kurztrieben. Die etwas grösseren männlichen Blüten sind kätzchenartig und stehen ebenfalls an den Kurztrieben.

Die Befruchtung erfolgt durch frei bewegliche Spermatozoide und findet erst etwa fünf Monate nach der Bestäubung statt. Die reifen Samen werden häufig fälschlicherweise als Früchte bezeichnet. Sie entwickeln sich zu gelben Kugeln von etwa drei Zentimetern Durchmesser. Ihre harzig-fleischige Aussenhaut riecht unangenehm nach Buttersäure und wird vor der Verwendung entfernt.