Immunsystem stärken: Was die Abwehrkräfte unterstützt

Boxhandschuh gegen Viren

Das Immunsystem schützt den Körper vor Krankheitserregern und hilft ihm, auf Infekte zu reagieren. Es arbeitet ständig im Hintergrund – besonders dann, wenn Viren und Bakterien vermehrt auftreten.

Ein gesundes Immunsystem hängt nicht von einer einzelnen Massnahme ab. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Schlaf, Bewegung, Ernährung, Flüssigkeit, Erholung und gut befeuchteten Schleimhäuten.

Wie funktioniert das Immunsystem?

Das Immunsystem besteht aus verschiedenen Schutzmechanismen. Dazu gehören unter anderem:

  • Haut und Schleimhäute
  • Magensäure
  • Darmflora
  • Immunzellen
  • Antikörper
  • Botenstoffe des Immunsystems

Die erste Schutzbarriere bilden Haut und Schleimhäute. Sie verhindern, dass Krankheitserreger leicht in den Körper eindringen. Gelangen Erreger trotzdem hinein, erkennt das Immunsystem sie und setzt eine Abwehrreaktion in Gang.

Was schwächt die Abwehrkräfte?

Die körpereigene Abwehr kann vorübergehend stärker belastet sein. Häufige Einflussfaktoren sind:

  • zu wenig Schlaf
  • länger anhaltender Stress
  • einseitige Ernährung
  • zu wenig Flüssigkeit
  • trockene Raumluft
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • Alkohol
  • häufige Infekte
  • bestimmte Erkrankungen oder Medikamente

Nicht jeder Infekt bedeutet automatisch ein schwaches Immunsystem. Wer jedoch sehr häufig, ungewöhnlich schwer oder lange krank ist, sollte dies ärztlich abklären lassen.

Mann entspannt im Bett

Was unterstützt das Immunsystem?

Ausreichend schlafen

Schlaf ist wichtig für Regeneration und Belastbarkeit. Wer dauerhaft zu wenig schläft, fühlt sich oft erschöpfter und anfälliger.

Hilfreich sind regelmässige Schlafzeiten, ein ruhiges Schlafzimmer und weniger Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen.

Regelmässig bewegen

Bewegung an der frischen Luft unterstützt Kreislauf, Stoffwechsel und Wohlbefinden. Besonders geeignet sind moderate Aktivitäten wie Spazieren, Velofahren, Wandern oder leichtes Ausdauertraining.

Bei Fieber oder starkem Krankheitsgefühl sollte auf Sport verzichtet werden.

Ausgewogen essen

Eine abwechslungsreiche Ernährung liefert wichtige Nährstoffe. Besonders wertvoll sind:

  • Gemüse und Früchte
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • hochwertige Eiweissquellen
  • gesunde Pflanzenöle

Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Vitamin D, Zink und Selen tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Genügend trinken

Ausreichend Wasser und ungesüsste Tees helfen, die Schleimhäute feucht zu halten. Das ist besonders wichtig bei trockener Heizungsluft, viel Sprechen oder beginnenden Erkältungsbeschwerden.

Schleimhäute pflegen

Nase, Mund und Rachen sind wichtige Kontaktstellen zur Aussenwelt. Trockene Schleimhäute können empfindlicher reagieren.

Hilfreich sind:

  • regelmässig lüften
  • trockene Raumluft vermeiden
  • genügend trinken
  • bei Bedarf Kochsalzlösungen für die Nase verwenden
  • Rauch und intensive Düfte meiden

Stress reduzieren

Länger anhaltender Stress kann den Körper belasten. Kurze Pausen, Bewegung, Atemübungen, Natur und ausreichend Erholung helfen, das Nervensystem zu entlasten.

Ernährung für die Abwehrkräfte

Eine gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist, dass der Körper regelmässig mit Energie, Eiweiss, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird.

Im Alltag hilft eine einfache Orientierung:

  • täglich Gemüse und Früchte essen
  • möglichst oft frisch kochen
  • Vollkorn statt Weissmehl wählen
  • genügend Eiweiss einplanen
  • pflanzliche Öle, Nüsse und Samen verwenden
  • stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren

Einzelne Lebensmittel können eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Entscheidend ist das Gesamtbild über mehrere Tage und Wochen.

Immunsystem und Darm

Ein grosser Teil des Immunsystems steht in engem Kontakt mit dem Darm. Die Darmflora, die Darmschleimhaut und Immunzellen arbeiten dort eng zusammen.

Für die Darmgesundheit sind vor allem Ballaststoffe wichtig. Sie finden sich unter anderem in Gemüse, Früchten, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Leinsamen und Nüssen.

Mehr über Darmgesundheit erfahren

Immunsystem im Winter

In der kalten Jahreszeit treten Erkältungen häufiger auf. Das liegt unter anderem daran, dass Menschen mehr Zeit in Innenräumen verbringen und trockene Luft die Schleimhäute belastet.

Wichtig sind deshalb:

  • regelmässig lüften
  • Hände waschen
  • ausreichend trinken
  • Bewegung im Freien
  • Räume nicht überheizen
  • genügend schlafen
  • Abstand zu erkrankten Personen halten

Roter Sonnenhut / Echinacea purpurea

Pflanzenwissen: Roter Sonnenhut

Der Rote Sonnenhut (*Echinacea purpurea*) ist eine bekannte Heilpflanze im Zusammenhang mit Erkältungen und der körpereigenen Abwehr. Bei A.Vogel wird frisches blühendes Kraut und frische Wurzel des Roten Sonnenhuts verarbeitet.

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Wann sollte man ärztlichen Rat einholen?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll bei:

  • ungewöhnlich häufigen Infekten
  • Infekten, die sehr lange dauern
  • hohem oder wiederkehrendem Fieber
  • starker Erschöpfung
  • ungewolltem Gewichtsverlust
  • Atemnot oder Brustschmerzen
  • stark geschwollenen Lymphknoten
  • wiederkehrenden schweren Infektionen
  • geschwächtem Immunsystem
  • bestehenden schweren Erkrankungen
  • Beschwerden bei Säuglingen, älteren Menschen oder Schwangeren

Bei plötzlich auftretender Atemnot, Brustschmerzen oder bedrohlich wirkenden Beschwerden sollte sofort medizinische Hilfe geholt werden.

Erkältung

Typische Beschwerden, Verlauf und was bei einem grippalen Infekt helfen kann.

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Woran man eine echte Grippe erkennt und wann ärztlicher Rat wichtig ist.

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