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Das Delir - akute Verwirrtheit

Richtig reagieren und umgehen mit der Krankheit

Menschen jeder Altersgruppe können an einem Delir leiden. Es gibt unterschiedliche Risikofaktoren und die Schwierigkeit liegt oft in der Diagnose.


Im Delirium zu sein, heisst «wahnsinnig sein», heisst «neben den Schuhen stehen», sich wie ein «Verrückter» verhalten. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa «aus der Furche geraten» oder «irre sein».

Das Delirium ist eine akute Verwirrtheit, eine Störung des Bewusstseins und der kognitiven Funktionen. Menschen im Delir verhalten sich tatsächlich, als ob ihnen die Sinne und das vernünftige Denken abhanden gekommen seien. Im Zusammenhang mit dem Alkoholentzug ist das «Delirium tremens» allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass eine akute Verwirrtheit häufig als Komplikation schwerer akuter oder chronischer Erkrankungen auftritt, als Nebenwirkung von Medikamenten oder in Folge von Operationen.

Wie viele Patienten im Akutspital an dieser Komplikation erkranken, ist nicht wirklich klar. In verschiedenen Studien für das postoperative Delirium werden Zahlen von neun bis 87 Prozent und auf Intensivstationen von 20 bis 80 Prozent genannt. Die Häufigkeit schwankt vermutlich deshalb so stark, weil es bis heute trotz moderner Diagnosemethoden schwierig bleibt, das Delir als solches zu erkennen. Die folgenden Hinweise sollen Pflegenden und auch Angehörigen dabei helfen, die richtigen Massnahmen zu ergreifen.

Autorin: Judith Dominguez, 09.2016

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