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A.Vogel Pflanzen-Lexikon

Gelsemium sempervirens (L.) Jaume St.-Hill.

Wilder Jasmin

Geschichte

Gelsemium sempervirens - Wilder Jasmin

Der Name Jasmin ist angelehnt an das italienische gelsomino, das samt dem südfranzösischen jensemie oder dem katalanischen gessami auf das persisch-arabische yasamin oder yasemin zurückgeht.

Im alten Griechenland wurde mit iásminon ein «wohlriechendes Öl aus Persien» bezeichnet. Die Artbezeichnung sempervirens stammt vom lateinischen semper für «immer» und virens für «grünend».

Der Wilde Jasmin wurde von den Indianern der Südstaaten Nordamerikas zu so genannten Gottesurteilen und zu Giftmorden verwandt.

Vergiftete erstarren bei vollständig erhaltenem Bewusstsein mit offenen Augen. Sie können sich nicht rühren und erfassen doch alle Vorgänge in ihrer Umgebung.

Die Othomi-Indianer bezeichnen den typischen Gelsemiumtetanus mit bé-í für «Aufhören aller Bewegung» und den aus der Gelsemiumwurzel hergestellten Gifttrank mit bebo-sito, was «gläserner Sarg» bedeutet.

Botanische Merkmale

Der Wilde Jasmin ist eine Schlingpflanze mit dünnen, bis 5 m langen, teilweise holzigen und stark verästelten Trieben, die aus einem knolligen, kräftigen Wurzelstock wachsen. Sie tragen lanzettliche, dunkelgrün glänzende Blätter, die gegenständig angeordnet sind.

In den Blattachseln der oberen Triebe stehen die leuchtend gelben, 4–5 cm langen, wohlriechenden Blüten.

Der fünfzipfelige Blütenkelch bildet einen trompetenförmigen Rand. Die Frucht ist eine hängende, hellbraune Kapsel mit papierartiger Schale und rundlichen, an der Spitze geflügelten Samen.

Die Blütezeit ist von April bis Mai.

Vorkommen

Der Wilde Jasmin ist in den südlichen Staaten des atlantischen Nord- und Mittelamerika beheimatet und gedeiht in den Wäldern und an der Küste von Virginia, Florida, Texas, Mexiko und Guatemala.

Einige Jasminarten werden in Südfrankreich und Südanatolien zur Gewinnung von ätherischen Ölen zu Riechstoffen kultiviert.

Verarbeitung

Die von A.Vogel verwendete homöopathische Urtinktur wird gemäss aktuellem HAB hergestellt. Verwendet werden die frischen unterirdischen Teile von Gelsemium sempervirens (L.) Jaume St.-Hill.

Die Potenzierung der Dilutionen erfolgt durch Handverschüttelung.

 


Offizinell

Gelsemium

 

Familie

Loganiaceae

Strychnosgewächse

 

Synonyme

Bignonia sempervirens L.

Gelsemium nitidum MICHX.

 

Volksnamen

Falscher Jasmin

Gelber Jasmin

Gift-Jasmin

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