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Akupressur bei Kindern

Sanfter Druck, schnelle Hilfe

Schnupfen, Bauchweh, Nervosität: Das Kindesalter ist reich an kleinen, aber lästigen Beschwerden. Viele dieser Wehwehchen lassen sich mit Akupressur rasch und einfach behandeln.

Strasse der Heiterkeit, Teich des Windes, Angel des Himmels, Zwischenspeicher der Erde: Was so phantasievoll klingt wie das Ortsverzeichnis eines Fantasy-Romans, sind tatsächlich handfeste Körperstellen, die in der Akupressur-Therapie genutzt werden, um Gesundheit und Wohlbefinden zu beeinflusse.

Autorin: Petra Horat Gutmann

Blockierte Energie lösen

Zur Freude der Eltern in Ost und West sprechen Kinder besonders gut auf die bewährte Fingerdrucktechnik an, die keinerlei ungewollte Nebenwirkungen nach sich zieht. «Das Schlimmste, was geschehen kann, ist, dass die erwünschte Wirkung ausbleibt. Viel häufiger jedoch wird man erstaunt sein, wie gut Akupressur wirkt», sagt Susanna Zbinden, Akupressur-Therapeutin in Zürich-Seebach.

Meist gehe es bei der Akupressur darum, blockierte Energie zu lösen, erklärt Frau Zbinden. Wenn sich die Energie (das Qi) löse, sei ein Wärmegefühl, ein sanftes Kribbeln oder ein Pulsieren im Körper spürbar. Dann würden sich Verspannungen lockern und Schmerzen abklingen.

 

Akupressur: Mehrere Wege, ein Ziel

Herbeiführen lässt sich dieser heilende Effekt auf verschiedene Weise: Manche Akupressur-Methoden setzen auf Kneten, Reiben und Klopfen, andere bevorzugen einen sanften, ruhigen Druck. Zu letzteren gehört die Dao-Akupressur, die Susanna Zbinden praktiziert. Dabei werden die Kuppen von Zeige- oder Mittelfinger der rechten und linken Hand mit leichtem Druck auf zwei bestimmte Akupunkte gelegt und ein bis zwei Minuten gehalten. Anschliessend wird die andere Körperseite akupressiert, es sei denn, die betreffenden Akupunkte liegen genau auf der Mittellinie des Körpers.

Der Vorteil der Dao-Akupressur bestehe darin, dass sich die Energie löse und danach ganz natürlich von einem Punkt zum anderen abfliesse, erklärt die 56-jährige Fachfrau. Damit ist das Ziel der Behandlung erreicht: Der Energiestau ist beseitigt, das Qi fliesst wieder und kann seine vielfältigen Aufgaben im Körper wahrnehmen.

Das Qi spüren

Susanna Zbinden besitzt die Fähigkeit, das Sich-Lösen des Qi mit den Fingerspitzen zu fühlen. Das setzt langjährige Akupressur-Erfahrung voraus. Trotzdem lohnt es sich, einige grundlegend wichtige Akupressur-Punkte kennenzulernen und im Alltag damit zu experimentieren. Zu beachten sind jedoch einige Vorsichtsmassnahmen:

  • Kinder immer nur so stark berühren, dass der Druck als angenehm empfunden wird.
  • Bei ganz kleinen Kindern und Säuglingen reicht es in der Regel, die Fingerkuppen maximal zwanzig bis dreissig Sekunden auf die Akupunkte zu legen.
  • Kinder, die hohes Fieber haben, nicht akupressieren! Die dabei entstehenden Stimuli könnten den bereits auf Hochtouren arbeitenden kindlichen Organismus überfordern.
  • Bei hartnäckigen Beschwerden, die sich nicht bessern, einen Arzt aufsuchen.

Hauptpunkte zum Merken

Die Akupressur nutzt eine Reihe von Punkten, welche die Lebensenergie besonders effizient beeinflussen. Solche «Hauptpunkte» werden denn auch besonders häufig und bei den unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt. Wichtig zu wissen ist, dass die Lage der Akupunkte am Körper mit den Begriffen «Daumenbreit» und «Fingerbreit» angegeben wird, und dass diese Massangabe immer der Daumen- bzw. Fingerbreite des (kleinen) Patienten entspricht!

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