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Wassereinlagerungen in den Wechseljahren

Woher sie kommen und was sich dagegen tun lässt

Tritt Wasser aus den Blutgefässen oder dem Lymphsystem ins umliegende Gewebe aus, dann entstehen Wassereinlagerungen. Diese Ödeme führen zu einem Anschwellen der betroffenen Körperteile. Typisch ist, dass nach einem Fingerdruck auf Gewebe mit eingelagertem Wasser kurz eine Delle bleibt, die sich erst nach einigen Sekunden wieder zurückbildet. Gefördert werden diese Schwellungen durch ein Hormonungleichgewicht. Viele Frauen kennen Wassereinlagerungen auch schon aus ihrer fruchtbaren Phase. Kurz vor der Regelblutung schwellen die Brüste an, man hat vor allem um den Bauch herum das Gefühl, über Nacht ein paar Pfund zugenommen zu haben. Schuld daran ist das Hormon Östrogen, dessen Blutkonzentration in dieser Zyklusphase deutlich ansteigt. Zu Beginn der Wechseljahre kommt es zu einem ähnlichen Effekt. In dieser Phase lässt zuerst die Produktion des Hormons Progesteron nach – dem Gegenspieler des Östrogens. Dadurch ist über längere Zeit zu viel Östrogen im Blut. Östrogen fördert allerdings Wassereinlagerungen. Deshalb wird das Wasser aus dem Gewebe nicht mehr so zuverlässig abgebaut wie in den Jahren davor. Die Frauen nehmen zu. Besonders oft bilden sich diese Ödeme am Bauch und in den Beinen. Aber auch die Hände, die Brüste und das Gesicht sind nicht selten betroffen.

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