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Schweissfüsse: das hilft

Bild:123RF_Alexey Laputin


Ob in Umkleidekabinen, beim Schulturnen, im Hallenbad oder beim Fussballclub – an manchen dieser Orte könnte man eine Nasenklammer gut gebrauchen. Für den ekligen Schuh- und Fussgeruch ist allerdings nicht der Schweiss verantwortlich – er ist in der Regel geruchlos. Verantwortlich für den strengen Geruch sind natürlich vorkommende Hautbakterien, die sich im feucht-warmen Klima geschlossener Schuhe wohlfühlen und den Schweiss sowie Hautschuppen zersetzen.

Dabei entstehen unter anderem stechend riechende Ameisensäure, Isovaleriansäure, die das typische Käsearoma zufügt, ranzig riechende Buttersäure und Propionsäure mit der säuerlichen Essignote. Ein ganz übler Geselle ist das Brevibacterium epidermis, das sich unter Einsatz einer Aminosäure von toter Haut ernährt und im Ergebnis das Gas Methanthiol mit seinem schwefelig-käsigen Gestank produziert. (Ganz nebenbei gesagt: nahe Verwandte dieses Bakteriums werden bei der Herstellung von Limburgerkäse, Münster, Port du Salut und Stilton eingesetzt.)

Autorin: Ingrid Zehnder, 04/17

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Gesundheits-Nachrichten Juli/August 2018