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Natürlich gesund leben

Gut gewickelt: Die Rohwollauflage

Wolle umhüllt den Körper wärmend und schützend. Sie kann Spannungen aufnehmen und wirkt auch auf diese Weise schmerzstillend und beruhigend. Für Wickel verwendet man vor allem Wollvlies. Die sogenannte Roh- oder Wickelwolle ist schonend gereinigt und gekardet. Je nachdem riecht sie noch leicht nach Schaf.

Im Gegensatz dazu ist die Heil- oder Fettwolle nur so viel wie unbedingt nötig gereinigt und riecht entsprechend stärker. Sie enthält dafür noch viel heilendes Wollfett, welches unter anderem geweberegenerierende Eigenschaften besitzt. Vor allem bei Gelenksbeschwerden, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen macht die positive Wirkung den «Duft» mehr als wett. Rohwolle wird als heilende Auflage und als wärmende Ergänzung zu Wickeln eingesetzt. Wegen der milden Wirkung ist sie eine ideale Wärmeanwendung für Säuglinge, Kleinkinder und allgemein geschwächte und empfindliche Personen.

Anwendungsbereiche

  • Arthrose, Gelenksteifigkeit
  • Muskelverspannung (z.B. Nackenverspannung)
  • Rückenschmerzen, Ischias
  • Bronchitis, Husten
  • Neuralgie
  • Blasenentzündung
  • Menstruationsbeschwerden
  • Zum Warmhalten von heissen Wickeln, Öl- und Salbenkompressen.
  • Als Nachbehandlung von Wickeln und Einreibungen.

Rohwollauflage

Wichtige Hinweise

  • Viele Menschen sind überzeugt, dass Wolle kratzt und müssen manchmal zu einem Versuch richtiggehend überredet werden. Nach meiner Erfahrung sind die meisten Personen von der positiven Wirkung überrascht. Besonders beim Einsatz zur Schmerzlinderung kann eine leichte Hautreizung sogar sehr hilfreich sein.
  • Vereinzelt sind Unverträglichkeiten möglich. In diesem Fall kann die Rohwolle in einen dünnen Baumwolloder, noch besser, in einen Seidenstoff eingewickelt werden. Allerdings fehlt dann der direkte Hautkontakt und die Wirkung ist dementsprechend vor allem wärmend-entspannend.
  • Im Anschluss an einen heissen oder hautreizenden Wickel oder nach einer Einreibung mit einer hautreizenden Salbe empfehle ich Ihnen die Rohwolle nicht direkt auf die Haut zu legen.
  • Rohwolle kann von derselben Person mehrmals wieder verwendet werden. Sobald die Wollfasern stark zusammenpappen, nehmen Sie ein neues Stück.

Material

  • 1 Stück Rohwolle
  • Fixationsmaterial (z.B. Wickeltuch, Stulpe, eng anliegende Unterwäsche)
  • evtl. Wärmflasche

So wird’s gemacht

Vorbereitung 

  • Formen Sie aus dem Wollvlies eine Kompresse. Sie sollte nicht zusammengepresst 2–4 cm dick sein. Für Anwendungen an Gelenken gross genug, um rundum aufgelegt zu werden. 
  • Bei Bedarf Rohwolle und Fixationsmaterial auf der Wärmflasche vorwärmen.

Durchführung

  • Nach Belieben ein passendes Hautöl leicht einmassieren. Besonders gut eignet sich Johannis- und Ringelblumenöl auf Olivenölbasis, evtl. mit einem passenden ätherischen Öl. Genaue Hinweise dazu finden Sie in den verschiedenen Beschwerdekapiteln. 
  • Rohwolle möglichst direkt auf die Haut auflegen und, sofern nötig, befestigen.
  • Anwendungsdauer: 1bis mehrere Stunden

Alternativen: Öl- und Salbenkompresse

Alle Informationen können Sie hier gratis herunterladen.

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