In der modernen Gesellschaft leiden immer mehr Menschen an Schlafstörungen. Die verkürzten Schlafzeiten infolge flexibleren Arbeitszeiten, Reizüberflutung und Leistungsdruck am Arbeitsplatz können zu Schlafstörungen und Schlaflosigkeit führen.
Der Begriff „Schlafstörungen" steht für subjektiv empfundene sowie objektiv beobachtbare Abweichungen vom normalen Schlaf hinsichtlich
Vor allem im Alter sind Mischformen häufig. Lesen Sie mehr zu den Schlafphasen.
Ärzte*innen teilen häufig in folgende Formen von Schlafstörungen ein:
Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und normalen psychischen Funktion bei.

Wie sich Schlafstörungen auswirken, hängt von deren Ursache, der Dauer, der Intensität und dem Empfinden der betroffenen Person ab. Folgende Symptome sind bei Schlafstörungen möglich:
Die Ursachen einer Schlafstörung können sehr vielfältig sein. Am häufigsten liegen jedoch psychische Ursachen vor. Wer also trotz Müdigkeit nicht schlafen kann, sollte folgende abklären lassen.
Wie Schlafstörungen behandelt werden, hängt von deren Ursache ab. Möglich sind:
Antihistaminika verändern die Schlafphasen und sollten deswegen über einen möglichst kurzen Zeitraum eingenommen werden. Schlaftabletten (Hypnotika) fördern den Schlafvorgang, lösen jedoch das Problem nicht dauerhaft. Sie sollten maximal drei bis vier Wochen eingenommen werden, da es sonst zu einer Abhängigkeit kommen kann. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.
Kritisch wird es auch beim Absetzen eines Schlafmittels. Dies sollte nicht abrupt geschehen, da sogar Entzugserscheinungen auftreten können und der Schlaf ist dann für ein paar Nächte schlechter als vor der Einnahme des Mittels. Es empfiehlt sich zusätzlich ein pflanzliches Mittel zu nehmen und die Dosierung des Schlafmittels langsam zu reduzieren. Die pflanzlichen Schlafmittel wirken zwar vergleichsweise schwächer als die synthetischen Schlafmittel, jedoch wird der natürliche Schlaf nicht beeinträchtigt. Der Körper kann sich langsam wieder auf einen natürlichen, gesunden Schlaf einstellen.


Klinisch manifestierte (erkennbare) Schlaflosigkeit gilt als ernstzunehmende Erkrankung und kann die Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Ärztlich abgeklärt werden sollte

Mit einer guten Schlafhygiene lassen sich Schlafstörungen gut vorbeugen:
1. Einhalten eines regelmässigen Schlaf-Wach-Rhythmus, d. h. feste Schlafens- und Aufstehzeiten ± 30 Minuten
2. Nutzen Sie Ihr Bett ausschliesslich zum Schlafen (und für Sex), nicht zum Arbeiten. Schaffen Sie sich eine angenehme, schlaffördernden Atmosphäre im Schlafzimmer. Dieses sollte ruhig, abgedunkelt und gut temperiert (16 bis 18 °C) sein. Ebenfalls wichtig sind eine bequeme Matratze sowie angenehmes Bettzeug.
3. Beachten der individuellen Schlafdauer: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene benötigen mehr Schlaf wie Menschen ab 30 Jahren.
4. Kein Mittagsschlaf, das verlängert die Einschlafdauer am Abend. Erlaubt sind aber 20-minütige „Power-Naps".
5. Führen Sie ein Zubettgeh-Ritual ein. So schaffen Sie eine Pause zwischen Alltag und Schlafen. Möglich sind kurze Spaziergänge oder eine leichte Lektüre, schalten Sie die digitalen Geräte mindestens 30 Minuten vor dem Schlafen ab.
6. Tanken Sie tagsüber ausreichend Sonnenlicht. und beenden Sie sportliche Aktivitäten spätestens drei Stunden vor dem Schlafen.
7. Schlaffördernd ernähren: Nehmen Sie keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Schwarz- oder Grüntee) am späten Nachmittag zu sich; verzichten Sie auch auf Alkohol drei Stunden vor dem Schlafen. Dieser beeinträchtigt die Schlafqualität und kann in der zweiten Nachthälfte Durchschlafprobleme verursachen. Verzichten Sie auch auf reichhaltige, schwer verdauliche Abendessen kurz vor dem Zubettgehen, da dies Verdauungsprobleme verursachen kann. Da Fleisch eine anregende Wirkung hat, sollte man abends eher Gemüse, leicht verdauliche Kohlenhydrate (z. B. Kartoffeln) und Suppen verzehren. Eine beruhigende Wirkung haben auch Milchprodukte, Eier und Käse.
Kinder und Jugendliche leiden häufig unter Schlafstörungen. Helfen können beispielsweise folgende schlaffördernde Massnahmen:
Plötzlich auftretende Schlafstörungen bei Kindern können ein Zeichen für eine akute Erkrankung wie z. B. eine Mittelohrentzündung (Otitis media) sein. Halten die Schlafstörungen länger als sechs Monate an oder treten sie häufiger als zwei- bis dreimal in der Woche auf, ist eine ärztliche Behandlung sinnvoll.

Viele Frauen leiden während der Schwangerschaft unter Schlaflosigkeit. Die typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Harndrang, Rückenschmerzen und Wadenkrämpfe können den Schlaf stören. Aber auch der wachsende Bauch kann eine bequeme Schlafposition verhindern.
Sorgen oder Ängste sowie die verschiedenen Stimmungslagen können Schwangeren auch den Schlaf rauben. Manchmal sind die Schlafstörungen während der Schwangerschaft auch ein Hinweis auf ernste psychische Erkrankungen, wie z. B. eine Schwangerschaftsdepression, die ärztlich behandelt werden sollten. Erste Anlaufstelle bei Schlafproblemen ist für Schwangere die gynäkologische Praxis.
Als „Wolfsstunde" wird der Zeitraum zwischen zwei und drei Uhr nachts bezeichnet. Nicht selten wachen Menschen zu dieser Zeit auf und können dann nicht mehr einschlafen. Schuld daran sind die Hormone: In dieser Zeit ist das Schlafhormon Melatonin sehr aktiv. Die Konzentration des Wohlfühlhormons Serotonin und des Anti-Stresshormons Cortisol dagegen ist niedrig – der Körper erwacht also leichter. Gleichzeitig werden bestimmte Gehirnbereiche weniger durchblutet, was sich beim Aufwachen durch Angst, Pessimismus und eine gedrückte Stimmung bemerkbar macht. Die Betroffenen erwachen also, grübeln und können nicht mehr einschlafen.
Internet
https://www.altmeyers.org (Abruf: 15.10.2022)
https://flexikon.doccheck.com/de/ (Abruf: 15.10.2022)
https://viamedici.thieme.de (Abruf: 15.10.2022)
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/schlafstoerungen/beschwerdebilder (Abruf: 15.10.2022)
https://www.aerzteblatt.de/archiv/174912/Schlafstoerungen-Haeufig-und-deutlich-unterschaetzt (Abruf: 15.10.2022)
Bücher
Pschyrembel, De Gryter, 268. Auflage (2020)
Falkai et al.: Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Thieme, 7. Auflage (2021)
Buchta, Höper, Sönnichsen: Das Hammerexamen, Elsevier, 2. Auflage (2008)
Schewior-Popp, Sitzmann, Ullrich: Thiemes Pflege, Thieme, 12. Auflage (2012)
Pflege heute, Urban & Fischer, 6. Auflage (2014)
Altenpflege heute, Urban & Fischer, 3. Auflage (2017)
Lennecke, Hagel, Przondziono: Selbstmedikation, Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart, 2. Auflage (2004)
Neubeck: Evidenzbasierte Selbstmedikation, Deutscher Apotheker Verlag, 5. Auflage (2021)
Bauer et al.: Komplementärmedizin, Deutscher Apotheker Verlag, 2. Auflage (2012)
Heepen: Schüßler-Salze, Gräfe und Unzer, 4. Auflage (2020)
Malm: Die Natur-Apotheke, Basserman Verlag, 1. Auflage (2017)
Eltern: Naturmedizin für Kinder, Verlag Zabert Sandmann, 1. Auflage (2005)
Leucht, Förstl: Kurzlehrbuch Psychiatrie und Psychotherapie, Thieme, 2. Auflage (2018)
Frohn: Rezeptfrei, Deutscher Apotheker Verlag, 1. Auflage (2018)
Zuletzt aktualisiert: 02-02-2026