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Hoher Blutdruck (Hypertonie) – auf natürliche Weise senken

Natürlich gegen Bluthochdruck

Es tut nichts weh, man spürt ihn kaum, und doch ist Bluthochdruck, im Fachjargon "medizinisch arterielle Hypertonie" genannt, weltweit die Todesursache Nummer eins. Kennen Sie Ihren Blutdruck – und wollen Sie gegen zu hohe Werte etwas unternehmen?

In der Schweiz, Deutschland und Österreich leidet schätzungsweise jeder Vierte an Bluthochdruck, medizinisch arterieller Hypertonie, sogar schon in jüngeren Jahren. Bei Menschen über 60 sind es bereits zwei Drittel. Viele – zu viele – unterschätzen die Gefährlichkeit der Erkrankung, denn sie verkennen die Bedeutung des Blutdrucks und machen sich keine Gedanken um die schwerwiegenden Folgen eines dauerhaft zu hohen Drucks in den Gefässen.

Schmerzen verursacht die Hypertonie alleine nicht, und erste Anzeichen für Folgeerkrankungen wer den oft nicht ernst genommen.

Das führt dazu, dass weltweit 9,4 Millionen Menschen jährlich an diesen Folgen sterben. Damit liegt erhöhter Blutdruck als Todesursache weit vor dem gefürchteten Krebs (etwa 8,2 Millionen Todesfälle pro Jahr).

Hoher Blutdruck (Hypertonie) macht das Herz müde

Je höher der Blutdruck, desto mehr muss das Herz arbeiten, um alle Organe und das Gewebe zu versorgen. Bluthochdruck ist auch der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose (Gefässverkalkung). Die möglichen Folgen:

  • Schädigung des Herzens, Angina pectoris, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Niereninsuffizienz – die Nieren können das Blut nicht mehr von giftigen Stoffwechselprodukten befreien; Nierenversagen
  • Durchblutungsstörungen der Beine; Gehen oder Stehen ist nur noch unter Schmerzen möglich; bei einem Gefässverschluss droht eine Amputation
  • Blutungen oder Ödeme in der Netzhaut des Auges.

Das muss nicht sein. Bluthochdruck ist gut behandelbar – neben oder auch statt Medikamenten so gar auf ganz natürliche Weise.

 

Ist Ihr Blutdruck erhöht?

Lassen Sie ihn bei nächster Gelegenheit (und danach regelmässig, mindestens einmal im Jahr) messen, beim Arzt oder in der Apotheke – auch wenn Sie noch keine 40 sind. Sie werden zwei Werte genannt bekommen: zum Beispiel «120 zu 80 mmHg». Der Blutdruck wird in «Millimeter Quecksilbersäule» (mmHg) gemessen, auch wenn natürlich moderne Messgeräte längst keine Quecksilbersäule mehr haben, sondern elektronisch arbeiten.

Der erste, der obere oder systolische Wert, spiegelt die Phase, in der das Herz sich zusammenzieht. Der zweite, untere oder diastolische Wert, entspricht dem Druck in der Entspannungsphase. Der Blutdruck ist keine stabile Grösse, er schwankt je nach Aktivität des Herz-Kreislauf-Systems. So ist er niedriger in körperlicher und seelischer Ruhe und im Schlaf und steigt bei Anstrengung, Stress und Aufregung sowie nach dem Essen.

Eine einmalige Messung ist nur eine Momentaufnahme. Gemessen wird daher mehrfach in Ruhe, möglichst zur gleichen Tageszeit. Erst wenn dann die Werte wiederholt bei oder über 140/90 mmHg liegen, spricht man von Hypertonie. Bei einer einmaligen Messung beim Arzt kann es vorkommen, dass aufgrund der Aufregung des Patienten in der Praxissituation der Blutdruck ansteigt. Das nennt man «Weisskittelhypertonie».

Eine Frage des Lebensstils

Die meisten Fälle von Hypertonie sind auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren wie Alter, Lebensstil und Ernährung, erbliche Faktoren, Umwelteinflüsse oder Stress zurückzuführen. Der sogenannte sekundäre Bluthochdruck als Folge einer anderen Erkrankung tritt sehr selten auf.

Ist Ihr Blutdruck dauerhaft erhöht und als «primäre Hypertonie» diagnostiziert, sollten Sie dringend etwas unternehmen. Ihre Ärztin wird Ihnen in aller Regel blutdrucksenkende Medikamente verordnen, deren Nutzen auch unbestritten ist. Mit nicht-medikamentösen Massnahmen kann aber ebenfalls eine Senkung des systolischen Blutdrucks bis zu 20 mmHg erreicht werden. Besprechen Sie solche Möglichkeiten mit Ihrem Hausarzt.

Verordnete Medikamente sollte man übrigens auch einnehmen (oder, wenn Sie das nicht wollen, gleich ablehnen). Allein in Deutschland werden schätzungsweise Bluthochdruckmedikamente im Wert von zwei Milliarden Euro jährlich nie eingenommen, sondern weggeworfen.

Medikamente reduzieren oder absetzen sollten Sie ebenfalls nur in Absprache mit dem Arzt.

Was kann ich selbst tun?

Der erste Schritt zu einer Blutdrucksenkung auf natürlichem Wege ist das Nachdenken über sich selbst. Ziehen Sie Bilanz: Was treibt Ihren Blutdruck in die Höhe? Ist es der berufliche Stress, das Übergewicht, Bewegungsmangel, das Rauchen? Was können und was wollen Sie ändern? Gehen Sie Schritt für Schritt an eine Änderung Ihres Lebensstils heran. Ihr Blutdruck wird es Ihnen danken – und Ihre Aussicht auf ein langes gesundes Leben steigt immens.

Wir sagen Ihnen, mit welchen vier Schritten Sie Bluthochdruck natürlich bekämpfen können.

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Autorin: Dr. Claudia Rawer (5.14)

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