Kalium bichromicum - Kaliumdichromat (Homöopathisches Arzneimittel)

Geschichte

Chrom (Cr) wurde 1797 von Vauquelin entdeckt. Der Name Chrom wird vom griechischen chroma für «Farbe» abgeleitet. Grössere Vorkommen des wichtigsten Chromerzes, des Chromits oder Chromeisensteins, existieren u.a. in Indien, Südafrika, Russland, Neuseeland und der Türkei.

Kaliumdichromat wurde früher in Färbereien als Oxidationsmittel für Teerfarbstoffe, als Bleichmittel, zum Gerben des Leders, für Malerfarben wie Chromgelb, -orange, -rot und -grün, für die Chromsäureelemente der Batterien sowie in der Fotografie eingesetzt. In der Heilkunde benutzte man Kalium bichromicum als Adstringens, Antiseptikum, Ätzmittel gegen Warzen und als Streupulver bei Fussschweiss. Der Umgang mit dieser sehr toxischen Substanz führte zu Vergiftungen, die mit Entzündungen der Nasenschleimhaut und deren Ablösung, zu schmerzlosen Perforationen des Nasenseptums, verstärktem Speichelfluss mit Geschwüren an Mandeln, Rachen, Zäpfchen und entlang des gesamten Verdauungstraktes sowie neuralgischen Schmerzen einhergingen. Dicke, hellhaarige Menschen zeigten sich in den englischen Fabriken als besonders anfällig gegenüber Schädigungen durch Kalium bichromicum. Die gewerblichen Chromsäurevergiftungen fielen dem homöopathischen Arzt

Dr. J. J. Drysdale auf. Er prüfte die Substanz und führte sie 1844 in den homöopathischen Arzneischatz ein. Die vom Österreicher Arneth durchgeführte «Physiologische Prüfung des doppeltsauren Kali» mit 14 Prüfern und Potenzen von D1 bis C12 von 1847 dient noch immer als Grundlage des Arzneimittelbildes.

 

Physikalische Merkmale

Kaliumdichromat, mit der Summenformel K2Cr2O7, bildet grosse, orangerote, prismatische Kristalle, die geruchlos sind. In kaltem Wasser lässt es sich wenig, in warmem Wasser gut und in Alkohol gar nicht lösen. Die wässrige Lösung reagiert leicht sauer. Es wirkt als starkes Oxidationsmittel. Besonders hervorzuheben ist seine Giftigkeit: 0,5 bis 1 g gelten als tödliche Dosis. Das Molekulargewicht beträgt 294,2.

 

Vorkommen

Kaliumdichromat kommt in der Natur nicht vor. Es wird in grossen Mengen synthetisch hergestellt und auf elektrolytischem Weg gewonnen, indem Natriumdichromatlösung mit Kaliumchlorid versetzt wird nach der Formel Na2Cr2O7 + 2 KCl = K2Cr2O7 + 2 NaCl.

 

Verarbeitung

A.Vogel verwendet die gemäss aktuellem HAB hergestellte homöopathische Verreibung aus reinem Kalium bichromicum.

 
 
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