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Rheuma:
Was hilft? Wärme oder Kälte?

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Millionen Menschen leiden unter Rücken-, Gelenk oder Rheumaschmerzen oder unter irgend einer der vielen Formen von rheumatischen Beschwerden. Da sind selbstverständlich unterschiedliche Therapien gefragt. Doch drei Dinge sind für alle wichtig:

  • Ernährung
  • Bewegung
  • physikalische Therapien, die oftmals nicht nur akute Schmerzen lindern, sondern die Gesamtsituation verbessern.

Meist haben die von rheumatischen Beschwerden Betroffenen ein gutes Gespür dafür, ob ihnen Wärme oder Kälte besser tut.

Grundsätzlich gilt die Regel: Das akut entzündete Gelenk reagiert positiv auf Kälte, die chronische Gelenkentzündung bessert sich durch Wärmeanwendungen.

Rheuma: Wärme hilft

Wärme dämpft Schmerzen, regt den Stoffwechsel an, fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln und verbessert die Dehnbarkeit des Bindegewebes. Viele Rheumatiker fühlen sich schon in einem wärmeren Klima wohler. Wer nicht im Süden überwintern will oder kann, hat die Chance, eine Reihe von Wärmeanwendungen zu Hause durchzuführen. Obwohl sich die Wohltaten der Wärme relativ schnell zeigen, sollte man in der Anwendung etwas hartnäckig sein, um eine Dauerwirkung zu erzielen. Zu den physikalischen Wärmeanwendungen gehören neben Thermalbädern, Sauna sowie Voll- und Teilbädern mit Zusätzen wie Arnika, Heublumen, Fango oder Moor auch heisse Kartoffel- oder Leinsamenwickel, Heilerde- und Paraffinpackungen, Dampfkompressen, warme Kirschkernsäckchen und fertig gekaufte Moorkissen, die noch bei einer Temperatur von 48 °C als angenehm empfunden werden.

Auch Kälte stillt Rheuma-Schmerzen

Ist ein Gelenk akut entzündet, d. h. rot und geschwollen, sind es die kühlen Temperaturen, die schmerzlindernd, abschwellend und entzündungshemmend wirken. Die Kältetherapie umfasst eine sehr grosse Temperaturskala und reicht von der sanften Kühlung einzelner Gelenke bis zur Ganzkörperbehandlung in speziellen Kältekammern mit etwa minus 110 °C. Für die Selbsttherapie kommen Temperaturen zwischen plus 15 °C und minus 18 °C infrage: Eintauchen der schmerzenden Körperpartien in Wasser oder Eiswasser, Abtupfen mit Eiswürfeln, Wickel mit essigsaurer Tonerde, Quark oder kalt angerührter Heilerde, Auflegen von Eishandtüchern oder Gelpackungen aus dem Kühlschrank oder Gefrierfach.

Alle diese Massnahmen sind zu Hause einfach durchzuführen.

Beachten sollte man die Dauer: Kurze Kaltanwendungen lösen Gefässreaktionen aus (zunächst eine Verengung, danach eine Erweiterung der Gefässe), längere Anwendungen (bis zu 20 Minuten bei grossen Gelenken) entspannen die Muskeln, verbessern die Beweglichkeit, reduzieren die Durchblutung und den lokalen Stoffwechsel. Falls ein Kälteschmerz auftreten sollte, beenden Sie die Anwendung sofort.

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