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Grippe oder Erkältung: Was ist der Unterschied?

Grippaler Infekt oder Influenza? Lesen Sie mehr!

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In der kalten Jahreszeit ist unser Immunsystem häufigen Attacken durch Erkältungs- sowie Grippeviren ausgesetzt. Ob uns die einen oder die anderen erwischen, macht aber einen erheblichen Unterschied aus. Die Infektionskrankheit Grippe, die Influenza, ist eine besondere Form von Plage und hat im Laufe der Geschichte schwere Epidemien verursacht.

Video: Erkältungen und grippale Infekte

Der grippale Infekt

Im Volksmund versteht man unter Grippe oft den harmlos verlaufenden, ärgerlichen, in ein paar Tagen meist folgenlos ausheilenden grippalen Infekt. Zu dieser Virusinfektion – gemeinhin Erkältung genannt – gehören Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und auch Kopfschmerzen. Manchmal treten leichtes Fieber und unspezifische Schmerzen auf. Oft macht man innerhalb einiger Tage eine ganze Reihe von Symptomen durch, und nach einer Woche, schlimmstenfalls nach zwei oder drei, ist die Sache überstanden.

Erwachsene sind etwa ein- bis viermal pro Jahr erkältet, bei Kindern gelten vier bis neun Infekte jährlich als normal. Im Laufe eines Lebens werden wir Menschen von 200 bis 300 Erkältungen geplagt. 

Die an sich harmlose Erkältung kann unter Umständen weitere Infektionen nach sich ziehen. Gelangen Bakterien in die durch die Viren bereits geschädigten Atemwege, muss das Immunsystem quasi an zwei Fronten kämpfen. Gelingt es ihm nicht, die Bakterien abzuwenden, kann eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, des Mittelohrs, der Mandeln, der Bronchien oder gar der Lunge die Folge sein.

Influenza: die „echte“ Grippe

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der „echten“ Grippe, der Influenza, um eine Infektionskrankheit, die vor allem bei gesundheitlich angeschlagenen oder älteren Menschen ernsthaft, in schweren Fällen sogar tödlich verlaufen kann. Im Gegensatz zur meist schleichend auftretenden Erkältung setzt die Influenza meist sehr plötzlich ein. Wie aus dem Nichts fühlt man sich krank und elend. Zu den Symptomen der echten Grippe gehören hohes Fieber (38 bis 40 Grad), oft mit Schüttelfrost, Appetitlosigkeit und starke Müdigkeit, Muskel- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, trockener Husten und eine verstopfte oder laufende Nase.

Eine Grippe kann so leicht verlaufen, dass sie kaum von einer schweren Erkältung zu unterscheiden ist.

Sie kann aber auch ernste Folgen haben. Viele an Influenza Erkrankte fühlen sich noch Wochen und Monate nach überstandener Infektion matt und erschöpft. Nicht selten greifen in der Folge der viralen Grippeinfektion Bakterien in das Geschehen ein. So kann der durch die Influenza geschwächte Mensch zusätzlich an einem Magen-Darm-Infekt, einer Lungenentzündung oder gar einer Herzmuskel- oder Gehirnentzündung erkranken.

Die Grippe verläuft saisonal zwischen Dezember und April.

Symptome Erkältung (grippaler Infekt)

Über 90% der grippalen Infekte werden durch Viren verursacht. Bei den restlichen 5-10% sind Bakterien die Verursacher.

Die Viren, welche eine Erkältung hervorrufen, werden durch so genannte Tröpfchen-Infektion übertragen. Die Viren befinden sich in der Atemluft, aber auch auf der Haut und gelangen über die Schleimhäute des Gesichts in den menschlichen Körper. Ausgenieste oder ausgehustete Tröpfchen reichen, um die Ansteckung weiterzureichen.

Das Hand-vor-den-Mund-Halten beim Niesen oder Husten verhindert zwar, dass die Viren (erstaunlich) weit fliegen, dafür klappt die Ansteckung höchstwahrscheinlich beim nächsten Händeschütteln – dem zweithäufigsten Übertragungsweg. Für die Übertragung muss kein direktes Händedrücken stattfinden, sondern die Viren können sich über Türfallen, Haltestangen im Bus sowie Banknoten auf die Hände des Nächsten übertragen. Ein Büroarbeiter berührt sein Gesicht durchschnittlich 18 mal pro Stunde. Beim Berühren von Schleimhäuten (Mund, Nase) können so Viren von den Händen den Organismus infizieren.

Häufiges Händewaschen

Deshalb sollen Erkrankte und die Menschen in ihrer Umgebung die Hände besonders häufig waschen! Weil die Viren über die Atemwege eindringen, sind Schnupfen und Halsschmerzen meist die ersten (und manchmal die einzigen) Anzeichen. 

Husten, Heiserkeit, Kopfweh, Gliederschmerzen, Mattigkeit und Fieber können hinzukommen. Nach acht bis zwölf Tagen ist der Spuk meist vorbei, sollten sich die Beschwerden jedoch nach einer Woche nicht gebessert haben, konsultieren Sie zur Sicherheit einen Arzt.

Bei chronisch Kranken, Schwangeren, Babys und älteren Menschen ist besondere Vorsicht am Platz. Bei diesen Personen sollte frühzeitig geklärt werden, ob es sich um eine Erkältung oder eine «echte» Grippe handelt. 

Immunsystem trainieren

Heilen lässt sich die Viruserkrankung nicht, nur lindern. Beim Kampf gegen die infektiösen Viren müssen wir uns auf unsere körpereigenen Abwehrkräfte verlassen. Die Erkrankung klingt erst dann ab, wenn das Immunsystem es geschafft hat, die Vermehrung der Viren im Körper zu stoppen. Nicht behandelte Erkältungen können bakterielle Zweitinfektionen wie Bronchitis (Entzündung der Bronchien) oder Sinusitis (Stirnhöhlen-Entzündung) zur Folge haben.

Erwachsene sind durchschnittlich ein- bis viermal pro Jahr erkältet, bei Kindern gelten vier bis neun Infekte jährlich als normal. Dass Kinder besonders anfällig sind, liegt daran, dass ihr Immunsystem die vielen unbekannten Viren erst kennenlernen muss, um entsprechende Abwehrmassnahmen einzuleiten und zu trainieren.

  • allmähliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes
  • geringe Temperaturerhöhung
  • geringer Hustenreiz, schleimig
  • keine Beschwerden im Brustkorb
  • Appetit meist vorhanden, Mattigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen von denen aber nicht der ganze Körper betroffen ist
  • Schnupfen meist zu Beginn, laufende oder verstopfte Nase, häufiges Niesen
  • Zeit: ganzjährig
  • Erreger: mehr als 200 verschiedene Erreger

Symptome Grippe (Influenza)

Der Unterschied ist entscheidend über harmlose grippale Infektion oder schwere Grippe. Doch worin besteht er?

Typisch für eine Grippe ist das epidemische Auftreten: In der Regel erkranken stets grössere Bevölkerungsgruppen. In der Regel startet die Erkrankungswelle erst im Januar oder Februar, bis dahin grassieren vor allem harmlosere Erkältungsviren. Etwa drei von vier Übertragungen des Virus passieren im Haushalt. Hier kann vor allem Lüften und häufiges Händewaschen helfen. Beim Verdacht auf Grippe sollten vor allem kleine Kinder, schwangere Frauen, ältere Menschen (über 65) und Personen mit chronischen Herz-, Lungen und Stoffwechselerkrankungen den Arzt aufsuchen.

Grippe-Viren mögen es kalt und trocken

Grippeviren mögen Kälte und Trockenheit. Das ist einer US-Studie zufolge der Grund, warum die Grippe in den Wintermonaten auftritt. Eine geringe Luftfeuchtigkeit von 20 bis 35 Prozent sowie niedrige Temperaturen um fünf Grad fördern die Ansteckung. Das hat ein Forscherteam um Professor Peter Paleses von der Mount Sinai School of Medicine in New York herausgefunden. Die Studie lege nahe, dass eine durch das Heizen trockene Luft und kühle Wintertemperaturen die Ausbreitung begünstigten. 

Symptome lindern

Zwar kann der Arzt gegen die Krankheit selbst nichts unternehmen, doch die Symptome können gelindert und Komplikationen vermieden werden. Beschwerden, die auf eine Grippe hindeuten können, sind: Rasch ansteigende Körpertemperatur (oft über 39 °C), dazu kommt häufig heftiger Schüttelfrost, und im Allgemeinen sind alle Beschwerden bei einer Grippe stärker als bei einer Erkältungskrankheit.

  • Auftreten plötzlicher starker Beschwerden
  • Fieber zwischen 38-41 Grad
  • trockener Reizhusten meist bei Krankheitsbeginn
  • Husten häufig mit Schmerzen verbunden
  • Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Abgeschlagenheit    Gliederschmerzen, starke Kopfschmerzen, Muskel und Gelenke
  • Verstopfte und laufende Nase
  • Zeit: Dezember bis April
  • Erreger: Influenza-Viren

Vorbeugen zuerst!

Erkältung oder Grippe

Sich bestmöglich rüsten heisst: Das Abwehrsystem trainieren und körperlich fit sein. Starke Abwehrkräfte helfen nicht nur, eine Erkältung oder Influenza besser und schneller zu überwinden, sondern bilden generell einen Schutzwall gegen Erkrankungen aller Art.

Klassische Massnahmen, um die Abwehrkräfte zu stimulieren, sind täglich warme und kalte Wechselduschen, der regelmässige Gang in die Sauna sowie tägliche Bewegung an der frischen Luft. Das stimuliert den Kreislauf, verbessert die Durchblutung und reduziert die Häufigkeit von Erkältungen um 50 Prozent.

Glaubt man entsprechenden Studien, nützt das Training fürs Immunsystem fast gleichviel wie die Grippeimpfung. Zusätzlich empfehlen sich pflanzliche Echinacea-Präparate.

Echinacea purpurea: Der Rote Sonnenhut

Die purpurfarbenen Blüten des Roten Sonnenhuts (Echinacea purpurea) gleichen stachligen Schutzschildern. Und genau so wirken sie auch. Präparate aus Rotem Sonnenhut steigern die körpereigene Abwehr. Echinacea-Präparate können das Immunsystem in Zeiten erhöhter Belastung unterstützen und so vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten wirken. Echinacea-Präparate eigenen sich zudem zur Begünstigung des Heilungsprozesses bei fiebrigen Erkältungskrankheiten.


Echinacea

Die Symptome lindern

Bei all dem ist klar: Einen hundertprozentigen Schutz vor Erkältung und Influenza gibt es nicht.

  • Haben Sie den Verdacht, an einer echten Grippe zu leiden, ist der Besuch beim Arzt angesagt.
  • Handelt es sich „nur“ um eine Erkältung, können Sie diese mit einigen Tagen Bettruhe und pflanzlichen Hausmitteln bestens bekämpfen und zumindest die Symptome lindern oder sogar die Leidenszeit um einige Tage verkürzen.
  • Gegen die laufende Nase helfen z. B. die gute alte Hühnersuppe und Ingwertee mit Zitronensaft, gegen Husten und den rauen Hals das Gurgeln mit Salbei und heisse Milch mit Honig, gegen Kopfschmerzen das Betupfen von Stirn und Schläfen mit ätherischem Pfefferminzöl.
  • Trinken Sie viel Tee, z.B. Lindenblüten-, Holunder- oder den schon genannten Ingwertee.
  • Unterstützen Sie Ihr Immunsystem weiterhin mit Echinacea-Präparaten.
  • Vorsicht bei fiebersenkenden Mitteln: Fieber ist eine Alarm- und Abwehrreaktion des Körpers und als solche Teil des Heilungsprozesses.   
  • Zur wirksamen Vorsorge gehören ausserdem ein ausgewogenes Schlafzimmerklima («kaltes Zimmer, warme Füsse») und eine gesunde, vollwertige Ernährung.
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