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Erkältung und grippaler Infekt

Die 10 besten Hausmittel und Tipps zum Schutz vor Erkältungen und grippale Infekte

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Gegen Grippe- und Erkältungs-Viren ist ein starkes Immunsystem die beste Verteidigung. Lesen Sie hier die
10 besten Tipps, wie Sie sich gegen grippale Infekte
schützen können.

Pflanzenkraft gegen Erkältung und grippale Infekte

 

Mit pflanzlichen Arzneimitteln aus Rotem Sonnenhut (Echinacea purpurea) kann das Immunsystem wirkungsvoll gestärkt und Grippe und Erkältungen nebenwirkungsfrei bekämpft werden.

In der grössten bislang mit Echinacea-Präparaten durchgeführten Langzeitstudie kamen englische Wissenschaftler 2012 zu dem Ergebnis, dass die vorbeugende Einnahme von Sonnenhut-Präparaten sowohl das Auftreten von Erkältungen als auch die Anzahl der Grippetage verringert. Ohne die Echinacea-Prophylaxe war das Risiko für das Auftreten wiederkehrender Infekte um 60 Prozent höher.

Link zum Heilpflanzen-Lexikon:

Auch im Winter Sonnenbaden

 

Die Sonne als Hausmittel: Nutzen Sie in der kalten Jahreszeit sonnige Stunden und Tage so oft wie möglich für ein kurzes Sonnenbad (zehn Minuten). Damit der Körper Vitamin D bilden kann, muss die Haut exponiert sein – also mindestens die Ärmel hochkrempeln. Sonnenschutzmittel ist dabei kontraproduktiv, Hautrötungen oder gar Sonnenbrand sollten Sie aber selbstverständlich vermeiden. Haben Sie den Verdacht, Ihnen fehle Vitamin D, lassen Sie dies vom Arzt überprüfen.

Bewegung an der frischen Luft


Regelmässige Bewegung und/oder Ausdauersport wie Walken, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf etc. halten Körper und Immunsystem fit. Bewegung an der frischen Luft führt durch die Abwechslung zwischen kalt und warm zu einem gesunden Mass an «Abhärtung». Der Körper kann sich Temperaturveränderungen besser und schneller anpassen – das fördert die Abwehrkräfte, beugt Infektionen vor und schützt auf diese Weise vor Grippe und Erkältungen.

Essen Sie sich immun


Eine ausgewogene, vielseitige Ernährung mit reichlich Vitaminen, Mineralien und  Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen sowie Ballaststoffen hilft dem körperlichen Abwehrsystem auf die Sprünge und schützt vor Erkältungen und Grippe. Die berühmten «fünf Portionen» Gemüse, Salat und Obst versorgen Sie mit praktisch allem Notwendigen. Nahrungsmittel, die viel Vitamin D enthalten, sind vor allem (fetter See-)Fisch und Pilze.

Nahrungsergänzungen sind bei einer abwechslungsreichen, gesunden Ernährung meist nicht nötig; ältere Menschen, die weniger Appetit haben oder aus anderen Gründen einseitiger essen, können eventuell von Zusätzen profitieren.

Verstärkte Zufuhr von Vitamin C hilft bei Erkältungen entgegen früherer Annahmen übrigens nicht allzuviel; bestenfalls kann es die Grippe und Erkältungen geringfügig verkürzen.


Vitamine: Treiben Sie es bunt

 

Besonders wichtig für das Immunsystem sind die Vitamine A, C, D und E, Eisen, die Spurenelemente Selen und Zink sowie verschiedene Pflanzenstoffe, insbesondere Polyphenole. Essen Sie sich quer durch die Farben der Gemüse- und Obstpalette des Winters:

Rote Paprika, Rote Bete, Rotkohl und Äpfel, Karotten, Mandarinen und Orangen, Brokkoli, Spinat, Mangold und Grünkohl, Blumenkohl, Chicorée, Kohlrabi und Zwiebeln. Hülsenfrüchte liefern Eisen, Selen und Zink, Gewürze wie Chili, Ingwer, Meerrettich, Koriander und Schwarzkümmel steuern weitere Pflanzenstoffe bei und gelten allgemein als immunsystemstärkend.

Trinken Sie genug

 

Bewährtes Hausmittel: Trinken Sie genug, damit die Schleimhäute nicht trocken werden. Zwei Liter Wasser oder Tee am Tag sollten es schon sein. Vorsicht bei Alkohol: Er schwächt die Abwehrkräfte.
Kalte Luft kann wesentlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. In Wohnungen und Büros sollte die ideale Luftfeuchtigkeit im Winter nicht unter 30 Prozent liegen. Für gute Raumluft sorgen dichte Fenster und Türen, kurzes, aber kräftiges Lüften und Zimmerpflanzen wie Grünlilie, Zimmerlinde, Zyperngras und Papyrus. Wenn Luftbefeuchter eingesetzt werden müssen, eignen sich am besten Dampfgeräte, bei denen das Wasser zum Sieden gebracht wird. So besteht keine Gefahr, dass sich Keime bilden.

Weitere Informationen:

 

Erkältet? Hühnersuppe hilft


Das «jüdische Penizillin», wie eine Hühnerbouillon mit viel Gemüse auch genannt wird, kann die Symptome einer Erkältung oder einer Grippe lindern – das wurde von einem amerikanischen Forscherteam festgestellt.

Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend sowie abschwellend und befeuchtend auf die Schleimhäute, sodass das Schnupfensekret in Hals und Nase besser abfliessen kann. Aber eine echte, selbstgekochte Hühnerbrühe mit Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel und Lauch muss es schon sein. Kochen Sie ein Stück Ingwer mit oder geben Sie etwas frischen Meerrettich in die Suppe: Das pustet die verstopfte Nase frei. Grippe und Erkältung ade!

Weitere Pflanzen bei Erkältung und Grippe

 

Hat es einen doch erwischt, kommen Heilpflanzen als lindernde Mittel zum Einsatz. Salbei hat entzündungshemmende und desinfizierende Wirkung und hilft bei Halsschmerz und Husten. Tannen- oder Fichtenspitzen-Sirup ist ein altes Hausmittel gegen Erkältungshusten, Halsweh und Heiserkeit und schmeckt sogar Kindern (ab zwei Jahren). Thymian hilft bei hartnäckigem, festsitzendem Husten. Pfefferminze wirkt entzündungshemmend und beruhigt die Nasenschleimhaut. Holunder- oder Lindenblüten verwendet man für schweisstreibende Tees und Bäder.

Links zum Heilpflanzen-Lexikon:

Tipp:

Saunieren, kneippen, baden


Ebenso wie Bewegung an der frischen Luft trainieren die Temperaturschwankungen beim Saunieren und Kneippen die Blutgefässe und die Abwehrkräfte. Ein Kräuterbad mit Thymian, Fichtennadelöl oder Eukalyptus kann helfen, eine Erkältung oder eine Grippe im Anfangsstadium «wegzuschwitzen»; es ist wohltuend für die Atemwege, krampflösend und hilft bei Gliederschmerzen.

Altes Hausmittel: Die Füsse warm halten


Der britische Erkältungsforscher Prof. Ronald Eccles (Universität Cardiff) – der auch an der unter Punkt 1 erwähnten grossen Echinacea-Untersuchung beteiligt war – entdeckte, dass kalte Füsse einen Infekt begünstigen. Auch wenn niemand von der Kälte allein krank wird – die Abkühlung der Füsse bremst die weissen Blutkörperchen, die eine Erkältung bekämpfen. Also ab in die warmen Puschen.


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