Wenn eines knapp ist bei Jugendlichen, dann definitiv Schlaf. Nach internationaler Datenlage ist chronischer Schlafmangel eine ernst zu nehmende Bedrohung für die geistige und körperliche Entwicklung, das schulische Potenzial und die Sicherheit von Teenagern weltweit.
Text: Andrea Pauli
In Deutschland z.B. schläft die Mehrzahl der 12- bis 18-Jährigen an Schultagen weniger als die durchschnittlich empfohlenen acht bis zehn Stunden pro Tag. Warum? Die Jugend schläft Studien zufolge häufig spät ein (gegen 1 Uhr morgens) und wacht früh auf (gegen 6 Uhr morgens) – das verkürzt natürlich die Gesamtschlafzeit und wirkt sich irgendwann wie ein Dauer-Jetlag aus.
Eine aktuelle Studie zeigte jetzt für Jugendliche, dass sie schlechtere Schlafergebnisse aufweisen, wenn sie nachts das Handy öfter zur Hand nehmen und länger draufschauen, berichtet die Deutsche Hirnstiftung. Sie schlafen später ein, und die Schlafqualität ist schlechter. Die Studie untermauert damit allgemeine Beobachtungen und bisherige Untersuchungen, die aber als wenig belastbar angesehen wurden. Die Wissenschaftler plädieren darum dafür, den Jugendlichen «gesunde» digitale Fähigkeiten zu vermitteln – dass Verbote nichts bringen, dürften alle Eltern längst erfahren haben. «Zielführender ist es, generell die Medienkompetenz zu stärken und Jugendliche zunächst einmal über diese Studienergebnisse zu informieren», so der Neurologe und Psychologe Prof. Frank Erbguth.
Ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Dauermüdigkeit von Kindern und Jugendlichen ist natürlich auch der Schulbeginn. Schon länger plädieren Fachpersonen dafür, den Schulstart am Morgen nach hinten zu verschieben. Studien zeigen, dass vor allem Jugendliche in der Pubertät zu früh aufstehen müssen und dadurch unter Schlafmangel leiden. Das kann zu Lernproblemen führen und schlimmstenfalls auch Folgen für die Psyche haben, z .B. in Form von Depressionen. Diverse Schweizer Politikerinnen und Sozialpädagogen empfehlen darum, dass die Schule frühestens um 8.30 Uhr beginnen sollte. «Längerer Schlaf am Morgen hat verschiedene positive Auswirkungen.» So hätten Studien gezeigt, dass die Jugendlichen weniger müde seien und weniger Koffein konsumierten, berichtet Christine Blume, Schlafforscherin am Zentrum für Chronobiologie der Uni Basel.
Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und normalen psychischen Funktion bei.